Erfurt/Würzburg

Corona-Impfung: Jeder Dritte hat Bedenken

Wieviele Deutsche werden sich gegen das Coronavirus impfen lassen? Laut einer Tagespost-Umfrage hat jeder Dritte Bedenken. Besonders groß sind sie bei AfD-Wählern – gering bei Anhängern der Grünen.
Debatte um Corona-Impfungen
Foto: shutterstock/ Rido (wir pflegen e. V.) | Betrachtet man die Frage nach Altersgruppen, haben die über 60-Jährigen Bedenken am seltensten (31 Prozent) Bedenken, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Jeder dritte Deutsche (35 Prozent) hat Bedenken sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. Gleichzeitig gaben 49 Prozent der Befragten an, keine Bedenken zu haben; 11 Prozent wissen nicht, wie sie zu einer Umfrage stehen. Bei Frauen sind die Zweifel deutlich höher als bei Männern (30 zu 41 Prozent) – weibliche Befragte äußerten zu etwa gleichen Teilen Bedenken und keine Bedenken (je 41 Prozent).

Absolute Mehrheit der Katholiken ohne Bedenken

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Die Erhebung, für die 2.038 erwachsene Personen im Zeitraum zwischen dem 22. und 25. Januar befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Konfession auf. Von den katholischen Befragten gaben 36 Prozent an, im Zusammenhang mit einer Impfung gegen das Coronavirus Bedenken zu haben. Eine absolute Mehrheit von 52 Prozent hat jedoch keine Bedenken. Unter Protestanten gaben 31 Prozent an, Bedenken zu haben, während mit 53 Prozent ebenfalls eine absolute Mehrheit keine Bedenken hat, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Skeptischer sind dagegen freikirchliche Befragte: Von ihnen gaben 44 Prozent an, Bedenken gegenüber einer Corona-Impfung zu haben. 37 Prozent der Freikirchler haben keine Bedenken.

Betrachtet man die Frage nach Altersgruppen, haben die über 60-Jährigen Bedenken am seltensten (31 Prozent) Bedenken, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. 40- bis 49-Jährige äußerten am häufigsten Bedenken (41 Prozent). Im Osten sind die Bedenken häufiger vorhanden als im Westen (34 zu 40 Prozent), wobei in beiden Landesteilen die Ablehnung der Aussage überwiegt (50 und 44 Prozent).

Mehrheitlich Bedenken bei AfD-Wählern

Die einzige Wählergruppe, die mehrheitlich Bedenken hat, sind die AfD-Wähler (68 Prozent). 21 Prozent haben keine Bedenken. Bei den anderen Wählergruppen überwiegt jeweils der Anteil an denen, die keine Bedenken haben (50 bis 71 Prozent). Von den FDP-Wählern haben 36 Prozent Bedenken, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen (50 Prozent keine Bedenken). Darauf folgen Anhängern der Linken (32 Prozent Bedenken; 54 Prozent keine Bedenken). Von den Wählern der Union und der SPD haben jeweils 26 bzw. 28 Prozent Bedenken (keine Bedenken 64 bzw. 63 Prozent). Am geringsten ist der Anteil derjenigen mit Bedenken vor einer Corona-Impfung unter den Anhängern der Grünen (20 Prozent; 70 Prozent keine Bedenken).

Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautete: „Ich habe Bedenken, mich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.“  DT/mlu

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