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Cornelia Kaminski spricht über Leihmutterschaft

Kinderwunsch, Marktlogik, Menschenwürde: Im Tagespost-Salon auf dem Katholikentag referiert Cornelia Kaminski in einem Gesprächsvortrag über die ethischen Grenzen der Leihmutterschaft.
Cornelia Kaminski
Foto: ALfA | Cornelia Kaminski ist Bundesvorsitzende der "Aktion Lebensrecht für Alle" (AlfA).

Kaum ein bioethisches Thema polarisiert derzeit so stark wie die Leihmutterschaft. Für die einen ist sie Ausdruck reproduktiver Freiheit und medizinischen Fortschritts, für die anderen ein Angriff auf Menschenwürde und Mutterschaft. Im Presse- und Lounge-Salon der Tagespost im Lügensteinmuseum in der Würzburger Korngasse wird dieses Spannungsfeld am Freitag um 16 Uhr klar diskutiert.

Zu Gast ist Cornelia Kaminski, Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA). Moderiert wird der Gesprächsvortrag von Tagespost-Feuilletonchef Henry C. Brinker. Der Eintritt ist frei.

Kaminski zählt zu den profiliertesten Kritikern der Leihmutterschaft in Deutschland. Im Gespräch mit der Tagespost sprach sie zuletzt von einem „himmelschreienden Unrecht“. Im Mittelpunkt ihrer Kritik steht die Frage, ob Schwangerschaft und Geburt zu einer Dienstleistung auf einem globalen Markt werden dürfen.

Dabei verweist Kaminski auch auf internationale Stimmen. Die UN-Sonderberichterstatterin für Gewalt gegen Frauen und Kinder, Reem Alsalem, beschreibt Leihmutterschaft als ein System, das von Ausbeutung und ökonomischem Druck geprägt sei. Frauenkörper würden instrumentalisiert, Kinderwünsche zu einem Marktinteresse umgeformt.

Besonders kontrovers ist Kaminskis Vergleich mit Formen moderner Fremdverfügung über den menschlichen Körper. Eine „Leihmutterschaft light“ gebe es nicht, argumentiert sie. Entscheidend sei nicht, ob einzelne Beteiligte subjektiv zufrieden seien, sondern ob ein Mensch vertraglich der Verfügung anderer unterstellt werde.

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Der Gesprächsvortrag verspricht damit weit mehr als eine moralische Positionsbestimmung innerhalb kirchlicher Debatten. Verhandelt werden grundlegende Fragen unserer Zeit: Was darf Medizin? Was darf der Markt? Und wo beginnt die Grenze, an der menschliches Leben nicht mehr Produkt oder Dienstleistung sein darf?

Gerade weil die Debatte emotional, politisch und ideologisch aufgeladen ist, dürfte der Nachmittag im Lügensteinmuseum zu den diskussionsintensivsten Veranstaltungen des Side Events gehören.

Die ALfA wird noch bis zum 17. Mai auf dem Katholikentag in Würzburg vertreten sein, obwohl ihre Veranstaltungsvorschläge vom offiziellen Katholikentagsprogramm abgelehnt wurden. Das geht aus einer Pressemitteilung der Lebensschutzorganisation hervor. Neben ihrem Präsenzstand wird sie mit dem Verein katholischer Lehrerinnen und der Tagespost kooperieren. „Der Einsatz für den Schutz des menschlichen Lebens gehört in die Mitte der Kirche. Der Katholikentag ist deshalb ein wichtiger Ort, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, unsere Arbeit vorzustellen und deutlich zu machen, an wie vielen Stellen Lebensrecht und Menschenwürde bedroht sind – und wie nötig Kirchenmitglieder sind, die sich dafür engagieren“, heißt es von Cornelia Kaminski.

Am Samstag, den 16. Mai, folgt von 19 bis circa 20.30 Uhr das Podiumsgespräch „Gemeinsam auf dem Weg? Die Kirche und die deutsche Lebensrechtsbewegung“. „Bischof Rudolf Voderholzer, Cornelia Kaminski (ALfA), Theresa Fehlner (VkdL) und Stefan Rehder (Tagespost) nehmen unter der Moderation von Ludwig Brühl das nicht immer spannungsfreie Verhältnis zwischen Kirchenvertretern und Lebensrechtlern unter die Lupe.“

Sie finden die ALfA im Themenbereich „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ am Stand LF – A – 26.

Freitag, 16 Uhr
Cornelia Kaminski
Markt, Machbarkeit, Menschenwürde – Was zählt bei Leihmutterschaft?
Gesprächsvortrag
Moderation: Henry C. Brinker
Korngasse 12, Würzburg

Alle Veranstaltungen der Tagespost auf dem Katholikentag finden Sie hier.

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