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Christen aus den USA widersprechen Antisemitismus entschieden

In einer „Christlichen Erklärung gegen Antisemitismus“ setzen US-Christen aus verschiedenen Konfessionen ein gemeinsames Zeichen der Solidarität mit dem jüdischen Volk.
Nach dem Anschlag von Sydney
Foto: IMAGO/Mick Tsikas (www.imago-images.de) | Begräbnisfeier für eines der Opfer vom Bondi Beach: Die Präsidentin von ICEJ USA, Susan Michael, bezeichnet Antisemitismus als ein moralisches Übel, das nicht relativiert werden dürfe.

Der US-amerikanische Zweig der Internationalen Christlichen Botschaft in Jerusalem (ICEJ) hat eine Erklärung gegen Antisemitismus veröffentlicht. Die Unterzeichner betonen, sie kämen aus „vielen verschiedenen Kirchen und Konfessionen mit unterschiedlichen theologischen Auffassungen“, stünden aber heute geeint zusammen, um „die Plage des Antisemitismus anzuprangern, die sich in unserem großen Land ausgebreitet hat“.

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Judenhass sei mit dem biblischen Glauben ebenso unvereinbar wie mit den Grundwerten von Gerechtigkeit, Freiheit und Menschenwürde. Er stelle eine „gewissenlose Verletzung der menschlichen Würde“ dar und bedrohe nicht nur das jüdische Volk und den Staat Israel, sondern alle, die sich zu Demokratie, Wahrheit und Freiheit bekennen. Als Christen erinnerten sie daran, dass „jeder Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen“ sei.

Erklärung ausdrücklich christologisch begründet

Theologisch ist die Erklärung ausdrücklich christologisch begründet. Die Verfasser bekennen Jesus Christus als den Messias und erinnern daran, dass Jesus selbst Jude war. Christen seien als Kirche der Völker gleichsam „auf den Baum Israels aufgepfropft“, woraus eine besondere Verantwortung gegenüber dem jüdischen Volk erwachse. Zugleich bekennen die Unterzeichner selbstkritisch, dass Christen weiterhin Buße für frühere Formen des Antisemitismus in den Kirchen tun müssten. Das jüdische Volk bleibe Gottes erwähltes Volk, und Gottes Bund mit ihm bestehe fort.

Die Präsidentin von ICEJ USA, Susan Michael, bezeichnet Antisemitismus als ein moralisches Übel, das nicht relativiert werden dürfe. Christen seien verpflichtet, dem jüdischen Volk nicht nur mit Worten, sondern auch durch konkretes, friedliches Handeln zur Seite zu stehen. Die bewusst während der Chanukka-Zeit veröffentlichte Erklärung versteht sich als klares Signal: Hass auf Juden hat unter den Nachfolgern Jesu keinen Platz.

Als führende Vertreter des Christentums wollen sich die Unterzeichner „durch friedliche Aktionen und ein klares moralisches Zeugnis“ gegen jede Form von Gewalt gegen Juden und jüdische Einrichtungen stellen. An ihre jüdischen Freunde gerichtet erklären sie: „In diesen schwierigen Zeiten stehen wir an Ihrer Seite.“ Man werde Schulter an Schulter für Menschenwürde, Gerechtigkeit und Freiheit eintreten und gemeinsam der wachsenden Welle des Antisemitismus in den Vereinigten Staaten entgegentreten. „Wir werden Sie nicht im Stich lassen.“  DT/jg

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