Herr Professor Hemel, Sie haben sich bei der letzten Synodalversammlung ein wenig ernüchtert gezeigt. Wie sieht Ihr Fazit aus nach fast sechs Jahren auf dem Synodalen Weg? Es waren sechs Jahre intensiven Arbeitens mit sehr vielen engagierten Menschen, aber mit einem Ergebnis, das am Ende in zwei Teile zerfällt. Der Synodale Weg wollte sehr viel und zugleich zu wenig. Sehr viel, weil wir wichtige Reformthemen angesprochen haben, die durchaus auch weltkirchlich von Bedeutung sind. Zum Beispiel: Wie gehen wir mit dem Missbrauch um? Welche priesterliche Lebensform trägt uns in die Zukunft? Wie ist die zukünftige Rolle der Frau in der Kirche? Wie gehen wir mit der Vielfalt sexueller Orientierung um? Dann auch ganz konkret das Thema ...
„Wir können stolz darauf sein, dass wir Weltkirche sind!“
Als Mitglied der Synodalversammlung beleuchtet Ulrich Hemel auch die Versäumnisse des Synodalen Weges und formuliert Wünsche für die Zukunft der Kirche in Deutschland.
