Hermann Göring (1893–1945) stach unter den Paladinen des „Dritten Reiches“ hervor wegen seiner Bonhomie, wegen seiner hemmungslosen Eitelkeit – also wegen menschlicher Züge, die den anderen Unholden abgingen. Faul und gerissen, unideologisch, doch Hitler total ergeben, häufte er ein enormes Vermögen in den zwölf Jahren des „Tausendjährigen Reiches“ an und trieb zugleich mit Vehemenz die Vernichtung der Juden voran.
Mörder und Genussmensch
Andreas Molitor legt eine Biografie Hermann Görings vor. Darin nähert sich der Autor der Nazigröße vor allem psychologisch.
