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Chaos dient nur Terroristen

Israel und die arabischen Nachbarn brauchen einen stabilen Libanon. Doch der benötigt auch internationale Hilfe bei der Entwaffnung der Hisbollah.
Zerstörung in der südlibanesischen Stadt Tyre
Foto: IMAGO / ZUMA Press | Zerstörung in der südlibanesischen Stadt Tyre: Der Libanon muss als Land arabischer Christen, Sunniten und Schiiten sowie Drusen in gemeinsamer Kraftanstrengung stabilisiert werden.

Seit zweieinhalb Jahren findet auf libanesischem Staatsgebiet ein Krieg zwischen Israel und der von Teheran gesteuerten schiitischen Terrormiliz Hisbollah statt. Der vor wenigen Tagen vereinbarte Waffenstillstand ist brüchig, von vielen Verletzungen begleitet und keinesfalls die Lösung aller Probleme. Aber vielleicht ist er der Anfang vom Ende der Zerstörung des Libanon. Das jedenfalls wäre zu hoffen – im Interesse Israels, der arabischen Nachbarn und auch der arabischen Christen, für die der Libanon (neben Jordanien) das toleranteste und freieste Heimatland ist.

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Die Härte und Rücksichtslosigkeit, mit der Israel und die Hisbollah sich seit dem 7. Oktober 2023, nochmals verschärft seit dem 28. Februar 2026, bekämpfen, ist geeignet, das biblische „Land der Zedern“ ins totale Chaos zu stürzen. Doch Chaos dient nur den terroristischen Milizen und radikalen Islamisten, das hat der tragische Libanesische Bürgerkrieg ebenso bewiesen wie das Schicksal des Irak nach 2003 und Syriens ab 2011. Ein Verfall der ohnedies schwachen libanesischen Staatlichkeit würde darum eine wachsende und dauerhafte Gefahr für seinen südlichen Nachbarn Israel bedeuten.

Es braucht die vollständige Entwaffnung der Hisbollah

Die Alternative zur fortgesetzten Zerstörung des Landes, die vom israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu mit der Sicherheit und den geostrategischen Interessen Israels und von der Hisbollah mit den ideologischen Zielen der schiitischen Hardliner begründet wird, ist klar: Der Libanon muss als Land arabischer Christen, Sunniten und Schiiten sowie Drusen in gemeinsamer Kraftanstrengung stabilisiert werden. Das aber setzt nicht unbedingt die Vernichtung, aber jedenfalls die vollständige Entwaffnung der Hisbollah voraus.

Diese Aufgabe kann der libanesische Staat alleine gar nicht stemmen. Dazu braucht er Frieden mit Israel und die tatkräftige Hilfe des Auslands, also internationaler Partner aus Europa und der arabischen Welt.

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Themen & Autoren
Stephan Baier Hisbollah

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