Wer heute in Buenos Aires im „Park der Erinnerung“ am Ufer des Río de la Plata das Denkmal für die Opfer der Militärdiktatur besucht, bekommt eine erschütternde Vorstellung von der Dimension der Gräueltaten. Die Namen zigtausender Opfer sind in mehrere Hundert Meter lange Steinwände eingraviert. Vor genau 50 Jahren, am 24. März 1976, putschten rechtskonservative Militärs gegen die linke Regierung von Isabel Perón und errichteten bis 1983 eine der brutalsten Diktaturen Lateinamerikas. Der Park liegt am Flughafen, von dem aus die Militärs ihre „Todesflüge“ starteten, um Regimegegner lebendig aus Fliegern ins Meer zu werfen. Beim Lesen der Opfernamen am Mahnmal fragt man sich, wie gefährlich die 17-jährige Adriana ...
Milei und die Zwei-Dämonen-Theorie
Angriff auf die Erinnerung: Vor 50 Jahren fand in Argentinien ein rechter Militärputsch statt. Will der rechtslibertäre Präsident Javier Milei die bisher bestehende Gedenkkultur an die Opfer der Diktatur schleifen?
