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Bereit, das Leben zu schützen: 40.000 Slowaken wollen Abtreibung verbieten

Für ungeborene Kinder und ihre Mütter versammelten sich am Sonntag Zehntausende Demonstranten im slowakischen Košice.
Marsch für das Leben 22.09.2024 Košice, Slowakei
Foto: pochodzazivot.sk | In Košice kamen am Sonntag 40.000 Menschen zusammen, um gegen die Abtreibung zu demonstrieren. Papst Franziskus sandte ein Grußwort.

Am Sonntag hat im slowakischen Košice zum vierten Mal der „nationale Marsch für das Leben“ stattgefunden. Nach Angaben der Veranstalter sollen 40.000 Menschen für den Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod auf die Straße gegangen sein. Organisatoren waren Pro-Life-Verbände, die slowakische Bischofskonferenz übernahm die Schirmherrschaft. Es waren an die 800 freiwillige Helfer im Einsatz.

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Die Demonstranten forderten den Schutz des Lebens eines jeden Menschen, insbesondere der ungeborenen Kinder – mit dem Ziel, das Abtreibungsgesetz abzuschaffen. „Wenn wir jemanden lieben, wollen wir, dass er geschützt wird“, so Sprecher Patrik Daniška. Unter den Teilnehmern befanden sich viele junge Familien. Von der Antifa habe man wenig gespürt, die Anwesenheit der Polizei sei eher symbolisch gewesen. „Die Atmosphäre glich einem Familienfest, ganz anders als beim Marsch für das Leben in Berlin“, so Maria Fuchs vom Bundesverband Lebensrecht (BVL). Auch habe es ein spirituelles Programm mit eucharistischer Anbetung und Beichte gegeben.

Papst grüßt Demonstranten

An dem Marsch nahmen unter anderem 17 Bischöfe teil. Der Erzbischof von Košice, Bernard Bober, gehörte zu den Rednern. „Vergessen wir nicht, Frauen in Not konkrete Hilfe zu leisten. Die Sorge um das Kind ist automatisch mit der Sorge um die Mutter verbunden“, wandte er sich an die Demonstranten. Seit 1989 war die Abtreibungsrate in der Slowakei kontinuierlich gesunken, seit 2022 steigt sie jedoch wieder.

Der Apostolische Nuntius in der Slowakei, Nicola Girasoli, überbrachte ein Grußwort von Papst Franziskus: „Seid immer Befürworter des Lebens. Das Leben ist ein Geschenk Gottes. Seid immer stolz und bereit, das Leben zu schützen“, hieß es darin, und „Papst Franziskus marschiert mit euch! Lasst es einen Marsch der Freude und der Begeisterung sein.“

Wiederholt wurden die Folgen eines Schwangerschaftsabbruchs angesprochen, die Müttern und Vätern Leid zufügen und ganze Familienbeziehungen verzerren könnten, wie Daniela Obšajsníková es in ihrer Rede ausdrückte. Die Slowakin begleitet Frauen, die ihr Kind abgetrieben haben, und spricht aus elfjähriger Erfahrung: „Freunde, das Post-Abtreibungs-Syndrom ist real“.
DT/elih

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