Am Pfingstmontag wird der Vatikan die erste Enzyklika von Leo XIV. vorstellen. Sie trägt, wie schon länger bekannt ist, den Titel „Magnifica Humanitas“ (Großartige Menschheit) und soll den Schutz des Menschen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz zum Inhalt haben.
Das Besondere: Der Papst wird selbst bei der Präsentation anwesend sein. Bei der Präsentation der Enzykliken früherer Päpste hat dagegen meistens ein hochrangiger Kurienkardinal das neue Lehrschreiben vorgestellt. Papst Leo hat den Text am 15. Mai unterschrieben. Der 15. Mai ist das Datum, an dem auch die großen Sozialenzykliken der Vergangenheit erschienen sind.
Interessante Namen bei der Präsentation
Die Zusammensetzung des Podiums lässt Rückschlüsse darauf zu, wer bei der Abfassung von „Magnifica Humanitas“ mitgewirkt hat. So wird Anna Rowlands das Wort ergreifen, Professorin für Politische Theologie, Soziallehre der Kirche und theologische Ethik der menschlichen Migration an der Durham University in England. Ebenso wird Christopher Olah anwesend sein, Mitbegründer einer Forschungseinrichtung für Künstliche Intelligenz namens „Anthropic“ in San Francisco, wo er über die Interpretierbarkeit künstlicher Intelligenz forscht. Als weitere Expertin wird Leocadie Lushombo bei der Präsentation dabei sein, sie lehrt Politische Theologie und katholische Soziallehre an der „Jesuit School of Theology“ und der Santa Clara University in Kalifornien.
Als Kurienkardinäle werden Victor Manuel Fernández vom Glaubensdikasterium sowie Michael Czerny S.J., Präfekt des Dikasteriums für den Dienst der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung, an der Präsentation mitwirken. Ein abschließendes Wort wird Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sprechen, bevor dann Papst Leo eine Ansprache hält und den Segen erteilt.
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