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Alexandra Linder: Kritik an Hänel-Porträt in „Chrismon“

Eine „Homestory“ über eine Frau, die ihr Geld mit der tödlichen Beseitigung von Kindern vor der Geburt verdiene: So sieht die Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht das Porträt über die Abtreibungsärztin Hänel im evangelischen Monatsmagazin „Chrismon“.
Kritik am Hänel-Porträt in "Chrismon"
Foto: Boris Roessler (dpa) | Hänel werbe notorisch für ihre vorgeburtlichen Kindstötungen und verstoße damit absichtlich gegen ein Gesetz, so Alexandra Linder.

Die Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, Alexandra Linder, hat das Porträt der Gießener Abtreibungsärztin Kristina Hänel im evangelischen Monatsmagazin „Chrismon“ deutlich kritisiert. Überschrieben ist der Beitrag in der August-Ausgabe mit dem Titel „Die Retterin“. Linder zufolge erweckt das Porträt, eine Art „Homestory“ über eine Frau, die ihr Geld vor allem mit der tödlichen Beseitigung von Kindern vor der Geburt verdiene, den Eindruck, dass hier eine großmütige und menschenfreundliche Heldin zu Unrecht vor Gericht gezerrt wurde.

"Hätte sie uneigennützige Ziele, gäbe es legale Möglichkeiten"

Dem widerspricht Linder in einem Beitrag für die Evangelische Nachrichtenagentur „idea“ vehement. Hänel werbe notorisch für ihre vorgeburtlichen Kindstötungen und verstoße damit absichtlich gegen ein Gesetz: „Sie könnte 100 Internetseiten erstellen, wenn sie den Eindruck hätte, dass es an sachlicher Information zum Thema Abtreibung fehlt – nur ohne den Hinweis, dass man in ihrer Praxis abtreiben kann. Hätte sie also uneigennützige Ziele, gäbe es genug legale Möglichkeiten.“

Hänel war im November vergangenen Jahres zu einer Geldstrafe in Höhe von 6 000 Euro verurteilt worden, weil sie auf ihrer Homepage nach Ansicht des Gerichts für Abtreibungen geworben hatte – dies ist laut dem Paragraphen 219a verboten. Das Urteil hatte eine Debatte über die Abschaffung des Paragraphen losgetreten.

Auch DEA-Generalsekretär Steeb übte Kritik

Auch der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), Hartmut Steeb, hatte den Text über Hänel kritisiert. Dieser stelle „die an Einseitigkeit kaum zu überbietende Sicht von Frau Hänel“ wieder einmal und zudem ohne Gegenposition dar, so Steeb gegenüber „idea“

In dem in „Chrismon“ erschienenen Porträt sagt Hänel über Lebensschützer, wer sie – Hänel –„mit Gott teeren und federn will“, sei nicht wahrhaftig: „Nur Dinge, die wahr sind, berühren mein Herz.“ Wer hasse und sich dabei auf Gott berufe, „ist in meinen Augen gottlos. Jesus mochte auch keine Pharisäer.“ Auf die Frage, für wen sie im Fußball fiebere, äußert Hänel, das sei „wie immer im Leben: Ich bin für die Schwächeren. Und wenn sich abzeichnet, dass die doch gewinnen – dann bin ich ab da für die anderen.“

DT/mlu/idea

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Evangelische Kirche Kindstötung Kristina Hänel Lebensrechtsbewegung Schwangerschaftsabbruch

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