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Washingtoner Erzbischof: Biden vertritt nicht katholische Lehre

Indem er behaupte, menschliches Leben beginne nicht mit der Empfängnis, vertrete der US-Präsident nicht die Lehre der Kirche, so der Washingtoner Erzbischof Wilton Gregory.
Erzbischof Wilton Gregory
Foto: Imago Images | "Die katholische Kirche hat schon immer gelehrt, dass menschliches Leben mit der Empfängnis beginnt“, erklärte Erzbischof Gregory.

Der Washingtoner Erzbischof und Kardinal Wilton Daniel Gregory hat den US-Präsidenten Joe Biden für dessen jüngste Kehrtwende in der Frage, wann menschliches Leben beginne, kritisiert. „Die katholische Kirche hat schon immer gelehrt, dass menschliches Leben mit der Empfängnis beginnt“, erklärte Gregory am Mittwoch vor Journalisten in Washington. Insofern vertrete Biden mit seinen jüngsten Äußerungen nicht die katholische Lehre.

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Noch 2015 anderer Ansicht

Biden, nach John F. Kennedy der zweite Katholik im Amt des US-Präsidenten, hatte vergangene Woche entgegen seiner bisherigen Äußerungen erklärt, er stimme nicht mit denjenigen überein, die der Meinung seien, menschliches Leben beginne mit dem Zeitpunkt der Empfängnis. Er respektiere aber deren Ansicht und werde niemandem seine Sichtweise aufzwingen.

Zuvor hatte er stets betont, in der Frage die Position der katholischen Kirche zu teilen. Dies tat er beispielsweise im Jahr 2012, als er im Fernsehduell der Vizepräsidentschaftskandidaten gegen den Republikaner Paul Ryan antrat. Und noch im Jahr 2015 erklärte er im Gespräch mit dem Chefredakteur des jesuitischen „America Magazine“, Matt Malone: „Ich akzeptiere, dass menschliches Leben mit dem Zeitpunkt der Empfängnis beginnt.“  DT/mlu

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