Potsdam

Brandenburg plant Aufnahmeprogramm für verfolgte Christen

In ihrem Positionspapier zur Bildung einer „Kenia“-Koalition in Brandenburg bekennen sich SPD, CDU und Grüne dazu, syrische Flüchtlinge aufzunehmen. Dafür wollen die Parteien mit den Kirchen zusammenarbeiten.
Brandenburg: Aufnahme verfolgter Christen geplant
Foto: Open Doors (Open Doors Deutschland e.V.) | Wir wollen das Landesaufnahmeprogramm für syrische Flüchtlinge in der Legislaturperiode weiterführen“, heißt es in dem Sondierungspapier von SPD, CDU und Grünen.

In Brandenburg soll es bald ein Landesaufnahmeprogramm für verfolgte Christen geben. Dies geht aus einem zehnseitigen Positionspapier von SPD, CDU und Grünen hervor, die momentan über die Bildung einer „Kenia“-Koalition beraten. „Wir wollen das Landesaufnahmeprogramm für syrische Flüchtlinge in der Legislaturperiode weiterführen“, heißt es in dem Papier. Bei der Umsetzung ist eine Zusammenarbeit mit den Kirchen vorgesehen. Zudem bekennen sich die Sondierungsparteien zur Aufnahme von aus Seenot geretteten Flüchtlingen in Kooperation mit dem Bund.

Lesen Sie auch:

Spracherwerb von Geflüchteten soll gefördert werden

Darüber hinaus wollen die potenziellen Koalitionspartner den Spracherwerb von Neuankömmlingen fördern: Dazu sollen Geflüchteten direkt nach Ankunft Angebote unterbreitet werden. Gleichzeitig legt man sich darauf fest, dass Flüchtlinge und Asylsuchende, deren Verfahren in Deutschland keine Aussicht auf Erfolg haben, das Land verlassen müssten. Dabei habe „immer die freiwillige Rückkehr Vorrang vor Abschiebungen.“ Abschiebehaft dürfe nur „ultima ratio“ sein.

DT/mlu/KNA

Die Hintergründe zu diesem Thema finden Sie in der Wochenausgabe der Tagespost.

Weitere Artikel
Themen & Autoren
Redaktion Abschiebehaft Abschiebungen Asylbewerber CDU Flüchtlinge SPD

Kirche

Papst in der Slowakei
Bratislava
In das reale Leben eintauchen Premium Inhalt
Die Pastoral muss kreativ begleiten und motivieren. In der Slowakei will die Kirche dafür den richtigen Weg finden. Papst Franziskus ermutigte bei seinem Besuch dazu. Ein Gastkommentar.
18.09.2021, 19 Uhr
Thomas Schumann