Bern

Afrikanische Frauen appellieren: Mexico-City-Policy nicht abschaffen

In einem Video appellieren afrikanische Frauen an den neuen US-Präsidenten Joe Biden, keine Organisationen in Afrika zu fördern, die Abtreibungen befürworten.
US-Präsident Biden
Foto: Alex Brandon (AP) | Biden hatte Ende Januar bereits angekündigt, die sogenannte „Mexico-City-Regelung“ aufzuheben, die auf Präsident Reagan zurückgeht und von den Präsidenten Bush und Trump durchgesetzt worden war.

„Helft uns, aber tötet uns nicht!“: Diesen Appell haben  afrikanische Frauen an den amerikanischen Präsidenten Joe Biden gerichtet, Abtreibung – nicht zuletzt als Mittel zur Familienplanung – in Afrika nicht zu fördern

"In unserer Kultur schützen wir
das Leben vom Anfang bis zum Ende"

Das berichtet das in der Schweiz erscheinende evangelikale Internetportal „Livenet“. Biden hatte Ende Januar bereits angekündigt, die sogenannte „Mexico-City-Regelung“ aufzuheben, die auf Präsident Reagan zurückgeht und von den Präsidenten Bush und Trump durchgesetzt worden war. Demnach sind Staatsbeiträge an Organisationen, die Abtreibung befürworten, im In- und Ausland verboten. Wenn die Regelung abgeschafft ist, können Millionen von Dollar auch an abtreibungsunterstützende Organisationen in Afrika gehen.

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Eine Studentin namens Ella erklärt den Angaben zufolge in dem Video: „In unserer Kultur schützen wir das Leben vom Anfang bis zum Ende.“ Und Menschenrechtsaktivistin Obianuju Ekeocha aus Nigeria bestätigt: „Afrikaner glauben stark daran, dass das Baby im Bauch der Mutter schon lebt und ein menschliches Wesen ist“. Sie erklärt auch, warum: „Wir glauben an die Blutsverwandtschaft, die Linie von unseren Vorfahren bis zu uns und zu zukünftigen Generationen. Abtreibung ist ein Bruch in dieser großen Linie“.

Afrikanische Werte missachtet

Die Nigerianerin erklärt zudem, was ihrer Ansicht nach westliche Führer wie Biden oder Kanadas Premier Trudeau dazu treibt, afrikanische Werte zu missachten: „Die treibende Kraft für diese westlichen Führer ist der Wunsch, ihre Ideologie zu propagieren, die sie für überlegen halten. Durch diese Form der ideologischen Vorherrschaft betrachten sie unsere Kulturen, die für das Leben, für die Familie und für den Glauben sind, als minderwertig gegenüber den westlichen 'progressiven' Ideologien, vor allem in Bezug zu menschlicher Sexualität und sexueller Moral“. 

Weitere afrikanische Stimmen in dem Video betonen, dass Afrika keine Abtreibung, sondern Bildung, Berufsschulung, Gesundheitsfürsorge und selbst solche Selbstverständlichkeiten wie Nahrung und sauberes Wasser brauche.  DT/chp

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