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Nachhaltigkeit als Frage der Gerechtigkeit

Die Umweltenzyklika „Laudato si’“ beschreibt ökologische Schäden als soziale Schäden und bindet Nachhaltigkeit an die klassischen Begriffe der Katholischen Soziallehre.
Afrikanischer Jugendlicher auf einer Mülldeponie
Foto: Thomas Imo/photothek.net via www.imago-images.de (www.imago-images.de) | Am Ende der Wegwerfgesellschaft steht die Mülldeponie in Afrika - mit allen auch gesundheitlichen Konsequenzen.

Als Papst Franziskus im Mai 2015 seine Umweltenzyklika „Laudato si’“ veröffentlichte, fiel schon der Adressatenkreis auf: Das Schreiben richtet sich nicht allein an Bischöfe oder Gläubige, sondern an „alle, die auf diesem Planeten wohnen“. Das klingt nach weitem Gestus - ist aber eine sozialethische Entscheidung. Bereits der Titel gibt die Richtung vor. „Laudato si’, mi’ Signore“ – „Gelobt seist du, mein Herr“ – ist der Anfang des berühmten „Sonnengesangs“ des heiligen Franziskus von Assisi, dem schon im 13. Jahrhundert Schöpfung und Geschöpf, Mensch und Natur als ein zusammenhängendes Lobgebet galten.

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