Was amerikanische Touristen anzieht, gilt in der Reihe europäischer Sehenswürdigkeiten eher selten als Geheimtipp. Etwas anders liegt der Fall vielleicht bei NASA-Astronauten. 1970, ein Jahr nach der ersten Mondlandung von Neil Armstrong und Buzz Aldrin, besuchte eine Gruppe von US-Raumfahrern das Nördlinger Ries an der bayerisch-württembergischen Grenze, um sich in Europas größter Kraterlandschaft auf weitere Missionen einzustimmen. Der hohe Besuch hat bis heute seine Spuren im „Daniel“, dem markanten Kirchturm der alten Reichsstadt Nördlingen, hinterlassen, in dessen begehbarem Treppenhaus Fotos der ungewöhnlichen Mission und ein Stück Mondgestein ausgestellt sind.
Krater, Kloster, Kurioses
Das Nördlinger Ries hat einiges zu bieten: Die einzigartige Natur lockte US-Astronauten an und auch kulturhistorisch Interessierte kommen auf ihre Kosten. Ein Reisegeheimtipp.
