Erfurt

Umfrage zeigt: Menschen mit Kindern sind zufriedener

Kinder und Familie haben einen positiven Einfluss auf die Zufriedenheit. Das zeigt eine Umfrage der Stiftung Insa zum UNO-Weltfamilientag.
Familie mit Kindern
Foto: IMAGO/moodboard (www.imago-images.de) | Die Mehrheit der Befragten (75 Prozent) gab an, dass Familie einen positiven Einfluss auf ihre Zufriedenheit habe. Befragte mit Kindern bejahten diese Frage zu 84 Prozent, Befragte ohne Kinder nur zu 64 Prozent.

Menschen mit Kindern sind zufriedener. Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa gaben 76 Prozent der Befragten mit Kindern an, zufrieden zu sein, bei den Befragten ohne Kinder 68 Prozent. Insgesamt bejahten 72 Prozent aller Befragten, ob sie mit ihrem Leben alles in allem zufrieden seien. 

Die Mehrheit der Befragten (75 Prozent) gab an, dass Familie einen positiven Einfluss auf ihre Zufriedenheit habe. Befragte mit Kindern bejahten diese Frage zu 84 Prozent, Befragte ohne Kinder nur zu 64 Prozent. Insa befragte anlässlich des UNO-Weltfamilientages am 15. Mai. 10.000 Bürgerinnen und Bürger in Deutschland.

Traditionelles Familienbild dominiert

Die Erhebung fand heraus, dass die gesellschaftliche Stellung der Familie von Menschen, die keine Kinder haben, aber wollen, höher eingeschätzt wird (71 Prozent), als von Menschen mit Kindern (56 Prozent). Menschen, keine Kinder haben oder wollen bewerteten die gesellschaftliche Stellung der Familie ebenfalls geringer (55 Prozent). 70 Prozent der Befragten gaben aber an, dass Familienhaushalte mehr Aufgaben beziehungsweise Verantwortung als Singlehaushalte tragen. Befragte mit Kindern machten diese Angabe zu 79 Prozent, Befragte ohne Kinder zu 60 Prozent.

Lesen Sie auch:

Obwohl das traditionelle Familienbild die Mehrheit ausmache, gebe es mehrheitlich Toleranz für andere Lebensentwürfe, wie die Ergebnisse der Studie nahelegen. 42 Prozent der Befragten ist es egal, ob sich Menschen gegen das traditionelle Familienmodell von Vater, Mutter, Kind entscheiden. Dabei sei es, wie die Studie angab, nicht relevant, ob man selbst das traditionelle Familienbild lebe oder nicht.

Familie und Beruf keine Gegensätze

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass Familie und Beruf keine Gegensätze sind: Eine Mehrheit der Befragten (42 Prozent) gaben an, dass die Familie einen positiven Einfluss auf ihre Arbeit habe. Unter Befragten mit Kindern sagten das sogar 45 Prozent. Zwei Drittel aller Befragten (67 Prozent) sagten, dass ihr Beruf einen positiven Einfluss auf das Familienleben habe. Befragte mit Kindern machten diese Angabe zu 71 Prozent, Befragte ohne Kinder zu 61 Prozent.

Die Studie zeigte außerdem, dass Menschen mit Kindern seltener einsam sind oder an Depressionen leiden. 70 Prozent der Befragten mit Kindern hat oder hatte keine Depressionen; bei Menschen ohne Kinder gaben nur 60 Prozent an, keine Depressionen zu haben oder gehabt zu haben.  DT/sdu

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Weitere Artikel
Die Glaubensbox „Familien feiern Feste“ erklärt das liturgische Jahr auch für Kinder.
16.06.2022, 17  Uhr
Franziska Harter
Das X. Weltfamilientreffen war geprägt von dem Wunsch, den Schatz der christlichen Ehe und Familie mit der Welt zu teilen.
01.07.2022, 09  Uhr
Franziska Harter
Beim Weltfamilientreffen in Rom stand die Hauskirche im Fokus. In ihr verwirklicht sich nicht nur das allgemeine Priestertum aller Gläubigen, sie kann ein Weg für Familien sein, um im Glauben ...
24.06.2022, 10  Uhr
Cornelia Huber
Themen & Autoren
Meldung

Kirche

Dass der Supreme Court in den USA „Roe vs. Wade“ gekippt hat, war zweifelsfrei ein Sieg für den Lebensschutz.
05.07.2022, 07 Uhr
Rudolf Gehrig
Wer lernt, überlebt: Was die Kirche in Deutschland vom Weltfamilientreffen mitnehmen sollte.
02.07.2022, 07 Uhr
Franziska Harter
Forschungsprojekt bringt einen Fall aus dem Erzbistum Paderborn ans Licht. Nach Angaben des Erzbistums hat Becker, zu jener Zeit Personaldezernent, gemäß der damaligen Rechtslage gehandelt.
01.07.2022, 11 Uhr
Meldung
Eine persönliche Betrachtung zur Ausstellung der eucharistischen Wunder des seligen Carlo Acutis.
04.07.2022, 11 Uhr
Kerstin Goldschmidt