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Mitten in der Wüste

Heute erfahren Jonas und Emma, wie Jesus allen Versuchungen widerstanden hat und dass er uns in schwierigen Momenten nie allein lässt. Die Auflösung des Bibel-Quiz aus der Print-Ausgabe der „Tagespost“ findet ihr am Ende des Evangeliums-Impulses.
Jesus in der Wüste
Foto: Peter Esser | Jesus in der Wüste - der Impuls zum Evangelium des 1. Fastensonntags, Mt 4,1–11.

An einem stillen Sonntagnachmittag sitzen Jonas und Emma mit ihrem Opa im Wohnzimmer. Draußen pfeift der Wind, und der Himmel ist grau. Opa hat die Kinderbibel aufgeschlagen. „Heute hören wir von einer geheimnisvollen Begegnung Jesu“, sagt er ruhig. „In der Wüste.“

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Opa liest vor: „Jesus wurde vom Geist in die Wüste geführt. Vierzig Tage und vierzig Nächte fastete er.“ Emma schaut erschrocken. „So lange nichts essen? Dann war Jesus ja sehr hungrig.“ „Ja“, sagt Opa. „Jesus ist Gott und zugleich aber auch Mensch. So hatte er Hunger, war müde und erschöpft. Und genau da kommt der Versucher.“

Jonas runzelt die Stirn. „Der Teufel?“ „Ja“, antwortet Opa ernst. „Er versucht, Jesus von seinem Weg abzubringen.“
Opa erzählt weiter: „Der Versucher sagt: Wenn du Gottes Sohn bist, dann befiehl, dass diese Steine zu Brot werden.“ Emma schüttelt den Kopf. „Das klingt doch eigentlich praktisch.“ „Aber Jesus weiß“, erklärt Opa, „dass es im Leben um mehr geht als um Essen. Darum antwortet er mit einem Wort aus der Heiligen Schrift: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.“

Jonas fragt leise: „Jesus vertraut also Gott, seinem Vater?“ „Ganz genau“, sagt Opa. „Er zeigt uns: Gott ist wichtiger als alles andere.“

Dann erzählt Opa von der zweiten Versuchung. Der Versucher fordert Jesus auf, sich vom Tempel zu stürzen, damit Gott ihn auffängt. „Aber Gott darf man nicht so prüfen“, sagt Emma schnell. Opa lächelt. „Richtig. Jesus antwortet: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen. Jesus will seinen Vater nicht benutzen, sondern ihm vertrauen.“

Zum Schluss berichtet Opa von der dritten Versuchung: Der Teufel bietet Jesus Macht, Reichtum und Herrschaft über die ganze Welt an. Jonas flüstert: „Das wäre doch sehr verlockend.“ „Ja“, sagt Opa. „Aber Jesus weiß: Nur Gott allein gehört unser Herz.“ Darum sagt er: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.“

Emma denkt nach. „Jesus hat allen Versuchungen widerstanden.“ „Ja“, antwortet Opa. „Und er hat das nicht nur für sich getan. Er ist unser Vorbild. Weil Jesus stark geblieben ist, kann er auch uns helfen, wenn wir in Versuchungen geraten – zum Beispiel zu lügen, geizig zu sein oder jemandem wehzutun.“

Jonas schaut zu Opa. „Und wie hilft Jesus uns?“ „Durch seine Gnade“, erklärt Opa. „Wenn wir beten, wenn wir ihm vertrauen, dann ist er bei uns. Jesus kann mit unseren Schwächen mitfühlen, weil er selbst versucht wurde.“
Emma lächelt vorsichtig. „Dann sind wir in schwierigen Momenten nicht allein.“ Opa nickt. „Genau. Jesus ist den Weg durch die Wüste schon gegangen – und er geht jeden Schritt mit uns.“

Der Autor ist Mitglied der Ordensgemeinschaft der Servi Jesu et Mariae und ist als Seelsorger in der Familien- und Jugendarbeit tätig.


Auflösung zum Bibel-Quiz:
Wie lange hat Jesus gefastet? – 40 Tage und Nächte
Wer kommt und dient Jesus? – Engel

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