Die Berufung von Laien und Frauen in Spitzenpositionen der Römischen Kurie, die über Jahrhunderte nur geweihten Amtsträgern vorbehalten waren, sorgt weiter für Debatten. Am Dienstag hatte der bis 2023 amtierende Bischofspräfekt, Kardinal Marc Ouellet, in einem bei „Vatican News“ und im „Osservatore Romano“ veröffentlichten Beitrag diese Neuerung als „ekklesiologischen Fortschritt“ verteidigt, was Papst Franziskus mit dem „synodalen Prinzip“ begründet habe, das eine stärkere Beteiligung der Gläubigen an Gemeinschaft und Sendung der Kirche fordere (siehe DT online vom 17. Februar).
Eine Kurienpräfektin sorgt für Debattenstoff
Können Frauen in der Kirche Ämter mit Leitungsvollmacht übernehmen? Kirchenrechtler Martin Grichting widerspricht Kardinal Marc Ouellet, der dies befürwortet hatte.
