Transgender

Glücksversprechen „trans“

Indoktrinierte Kinder und Jugendliche, Therapeuten mit Maulkorb: Wie das geplante Selbstbestimmungsgesetz Kinder und Jugendliche zum schnellen „Geschlechtswechsel“ ermuntert.
Transpropaganda
Foto: dpa | Massive Transpropaganda führt zu einer massiven Zunahme von selbstempfundener Transidentität.

Das „Thema der Woche“ der nächsten Ausgabe beschäftigt sich mit den weltweit explodierenden Zahlen an pubertierenden Mädchen mit einem „Transitionswunsch“, dem Wunsch, ihren weiblichen Körper ihrer vermeintlich eigentlichen, männlichen Identität anzugleichen. Die Ursachen für die massiv anwachsende Gruppe an jungen Mädchen mit einem Unbehagen im eigenen Körper sind vielfältig und schlecht erforscht. Ein Grund ist das Phänomen der „sozialen Ansteckung“ über soziale Medien und Peer Groups.

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Pläne der Ampel

Trotzdem möchte die Ampel-Koalition mit dem geplanten Selbstbestimmungsgesetz Jugendlichen den Zugang in Deutschland zu einem „Geschlechtswechsel“, auch ohne Erlaubnis der Eltern, in Zukunft erleichtern. Demnach soll für Personen ab 14 Jahren eine Änderung des Geschlechtseintrags im Personenstand künftig ohne elterliche Zustimmung und „per Selbstauskunft“, also ohne medizinische Gutachten möglich sein. Der Queer-Beauftragte der Bundesregierung Jens Lehmann hat angekündigt, noch vor der parlamentarischen Sommerpause Eckpunkte des Gesetzes vorzustellen.

Die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Monika Albert sieht in ihrer Praxis mehr und mehr Jugendliche, die sich fragen, ob sie im richtigen Körper stecken. Bei Mädchen entstehe ein Unbehagen mit dem eigenen Körper häufig durch die Konfrontation mit einem weiblichen Rollenmodell, das unerreichbar scheint oder abgelehnt wird. „Trans“ sein erscheine plötzlich vielen als willkommenes Erklärungsmodell, das von der Transcommunity und auch den Medien suggeriert und mit einem Glücksversprechen verbunden werde, beobachtet die Psychotherapeutin, die selbst Gender Studies studiert hat.

Gefühlte Diagnose 

Eine Diagnose ist nach heutigem Stand immer noch Voraussetzung für die Verschreibung von Pubertätsblockern, gegengeschlechtlichen Hormonen und die Übernahme von „geschlechtsangleichenden“ Operationen durch die Krankenkassen. Bereits jetzt ist es jedoch für Therapeuten zunehmend schwieriger, ergebnisoffen mit jungen Menschen zu arbeiten, die mit einem Transitionswunsch in ihre Praxis kommen. Das „Gesetz zum Schutz vor Konversionsbehandlungen“ vom 12. Juni 2020 untersagt Behandlungen von Minderjährigen, „die auf die Veränderung oder Unterdrückung der sexuellen Orientierung oder der selbstempfundenen geschlechtlichen Identität gerichtet sind“.

Unter Letzteres fällt auch eine selbstempfundene Transidentität. „Früher stand Transsexualismus als Diagnose am Ende eines therapeutischen Prozesses. Das ist heute nicht mehr so. Eine durch einen Jugendlichen selbstempfundene Transidentität muss seit dem Gesetz von 2020 als Fakt anerkannt werden, sonst macht man sich als Therapeut strafbar“, erklärt Albert.

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Irreversible Maßnahmen

Die Feministin und „EMMA“-Redakteurin Chantal Louis gehört zu den entschiedenen Gegnern des Selbstbestimmungsgesetzes. Es sei Augenwischerei, wenn Politiker behaupten, es ginge nur um einen Geschlechtswechsel auf dem Papier. Die Erfahrung zeige, dass einer solchen „sozialen Transition“ in den meisten Fällen auch medizinische Maßnahmen folgten.

Pubertätsblocker können bereits jetzt an Zwölfjährige verabreicht werden, gegengeschlechtliche Hormone ab 16. Und die Leitlinienkommission will diese Altersgrenzen offenbar weiter senken“, so die Feministin. Sie befürchtet für die kommenden Jahre eine wachsende Zahl derer, die zu früh und zu schnell in eine „Transition“ mit irreversiblen Maßnahmen wie einer Mastektomie (Brustamputation) gedrängt werden und es nachher bereuen.

Während andere Länder aktuell den Zugang zu Pubertätsblockern und Hormonpräparaten für Minderjährige drastisch einschränken, stehen in Deutschland die Zeichen auf Liberalisierung. DT/fha

In der nächsten Ausgabe der „Tagespost“ erhalten Sie ausführliche Informationen zu der auch in Deutschland wachsenden Zahl an Kindern und Jugendlichen, die sich als „transgender“ bezeichnen.

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