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Mehrheit sieht Große Koalition nicht als Lösung

CDU und FDP- Wähler sehen eine Große Koalition positiv. Die meisten Gruppen lehnen eine große Koalition als Problemlöser jedoch eher ab. 
Gespräch zwischen Friedrich Merz und Olaf Scholz
Foto: IMAGO/Florian Gaertner/photothek.de (www.imago-images.de) | Eine große Koalition ist für eine relative Mehrheit der Deutschen nicht die Lösung für die Probleme der Zeitenwende.

Eine relative Mehrheit von 44 Prozent der Deutschen glaubt nicht, dass nur eine große Koalition aus CDU und SPD die aktuellen Herausforderungen stemmen können. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. Etwa ein Drittel (34 Prozent) glaubt dies hingegen. Mit 21 Prozent geben allerdings auch recht viele Umfrageteilnehmer an, dass sie nicht wissen, ob nur eine Koalition aus CDU und SPD hierzu in der Lage wäre. Weitere zwei Prozent wollten dazu keine Aussage tätigen.

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Ober Einkommensgruppen für Große Koalition

Die These zu der die Befragten Stellung beziehen sollten lautete: „Nur eine große Koalition aus CDU und SPD kann meiner Meinung nach die aktuellen Herausforderungen stemmen.“ Von allen Gruppen stimmten lediglich die unter 40-Jährigen der Aussage jeweils relativ-mehrheitlich mit 45 Prozent die unter 30- Jährigen und mit 42 Prozent die 30 bis 39- Jährigen. Dagegen standen ältere Befragte dieser Aussage jeweils überwiegend mit 46 bis 51 Prozent ablehnend gegenüber.

Die Erhebung, für die 2.004 erwachsene Personen vom 26. bis 30. Mai befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Einkommensgruppen auf. Je mehr die Befragten verdienen, desto häufiger glauben sie, dass nur eine große Koalition die aktuellen Herausforderungen stemmen kann. So steigt dieser Anteil von lediglich 26 Prozent bei unter 1.000 Euro Monatseinkommen bis auf 48 Prozent bei jenen in der obersten Einkommensgruppe, die über mehr als 4.000 Euro Monatseinkommen verfügen. 

Nach politischen Präferenzen aufgeschlüsselt, stimmen FDP-Wähler mit 46 Prozent relativ-mehrheitlich zu. Während Anhänger der Union mit 59 Prozent sogar absolut-mehrheitlich zustimmen. Dagegen sind Wähler der SPD hier gespalten mit 41 % Zustimmung und 39 Ablehnung. Alle anderen Wählergruppen lehnen diese Aussage jeweils absolut-mehrheitlich ab. DT/pwi

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