Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Klare Worte

Zerstörende Waffe statt erschaffendes Werkzeug

Wie sich die Axt zu einem Mordinstrument entwickelt hat, dessen Umstände heute lieber vergessen werden erklärt die Publizistin Ute Cohen.
Axtmord verboten
Foto: KH via www.imago-images.de | In den vergangenen Jahren wurden mehrfach Äxte, Beile, Dolche und Macheten für die Ausübung von „Schreckenstaten“ verwendet.

In ihrer neuen „Tagespost“-Kolumne „Klare Worte“ analysiert die Schriftstellerin Ute Cohen, wie die Axt ihren Symbolwert des „Schaffens und Errichtens“ zunehmend verliert.

Nachdem in den vergangenen Jahren mehrfach Äxte, Beile, Dolche und Macheten für die Ausübung von „Schreckenstaten“ verwendet wurden stellt sich eine große Frage: Wie kann ein Werkzeug „des Schaffens und Errichtens“ zu einem wütenden Mordinstrument werden? Cohen erinnert an Szenen der „Verwüstung“ in Berlin, Limburg und Paris.

Vorsicht gelange in „Verruf“. Man habe Angst „Empfindlichkeiten aufzustören und Befindlichkeiten zu wecken“, so Cohen. Lieber halte man sich die Augen zu und ignoriere die Täter und ihre Motivationen. Die eigenen Überzeugungen würden vor das Leid und die Würde der Opfer gestellt. Man ignoriere den Rat aus Schillers "Wilhelm Tell" und laufe lieber blind umher.

Lesen Sie auch:

Die Publizistin schreibt: „Die Axt als Symbol des Schaffens und Errichtens, des zuversichtlichen Wirkens an einem gemeinsamen Obdach“? Längst sei sie zu einem „Mordinstrument verkommen und wird mit brachialer Gewalt gegen Andersdenkende und Schwache eingesetzt. Die Axt wütet und mordet. Im Axtmord versinnbildlicht sich der Tod der Aufklärung.“ DT/jmo

Was die Axt mit Schiller und dem Islamismus zu tun hat erfahren Sie in der kommenden Ausgabe der „Tagespost“.

Themen & Autoren
Vorabmeldung

Weitere Artikel

Während Christen Ostern feierten, wurden in Nigeria erneut Kirchen und Dörfer angegriffen. In Kaduna und Benue starben mindestens 29 Gläubige, zahlreiche weitere wurden entführt.
07.04.2026, 20 Uhr
Vielfältig, lebendig, bedroht: Der nigerianische Priester Ezekiel Oko schildert Freud und Leid der afrikanischen Christen in Kamerun und im angrenzenden Nigeria.
07.04.2026, 17 Uhr
Esther von Krosigk

Kirche

Kommt die Seligsprechung? Wie Erzbischof Georg Gänswein bestätigt, sammelt das Dikasterium für die Heiligsprechung Schreiben aus aller Welt, die Gebetserhörungen dokumentieren.
27.05.2026, 14 Uhr
Regina Einig
Trotz Warnungen aus Rom: Die FSSPX gibt die Namen der Kandidaten für die geplanten Bischofsweihen bekannt. Auch dem Papst sollen sie bereits vorgestellt worden sein.
27.05.2026, 11 Uhr
Meldung
Neuer Teilnehmerrekord, Durchschnittsalter bei 21 und die Abschlussmesse mit Kardinal Burke: Chartres versammelte wieder Zehntausende. Was sagt das über die junge Generation?
27.05.2026, 10 Uhr
Elisabeth Hüffer
Zehntausende feiern das Pfingstfest auf glühenden Straßen und in überfüllten Kirchen: eine Bilanz des kirchlichen Aufbruchs.
26.05.2026, 20 Uhr
Franziska Harter
Der Leiter der Loretto-Gemeinschaft Maximilian Oettingen spricht über die Gemeinsamkeiten der traditionellen Chartres-Wallfahrt und der charismatischen Pfingstfestivals.
26.05.2026, 18 Uhr
Franziska Harter