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Unhaltbare Thesen zu Martin Mosebach

Alexander Pschera untersucht das dritte Buch von Steffen Köhler zum Büchnerpreisträger Martin Mosebach
Martin Mosebach, Schriftsteller und Büchnerpreisträger
Foto: Arno Burgi (dpa-Zentralbild) | Der Schriftsteller Martin Mosebach.

Steffen Köhler will so etwas sein wie der König der "Mosebachianer". Innerhalb von zwölf Jahren hat er über den Büchner-Preisträger drei Bücher veröffentlicht: "Martin Mosebach: Die Schönheit des Opfers" (2007), "Martin Mosebach: Der katholische Roman" (2014) und jetzt "Das Ich bei Martin Mosebach", alle erschienen im kleinen J.H. Röll Verlag. Immer geht es dabei um den Zusammenhang zwischen Literatur, Biographie und Glaube bei einem der profiliertesten und mutigsten Schriftsteller der deutschen Gegenwartsliteratur, der für den katholischen Glauben mehr getan hat als so mancher Geistlicher.

Textfragmente als Bruchstücke einer großen Konfession

Köhler geht in allen seinen Büchern uneingeschränkt davon aus, dass Mosebachs literarische Texte, seine theologischen Auslassungen und seine persönlichen Wortmeldungen – Textformen, die ganz unterschiedlichen Umfeldern entstammen – auf einer einzigen Aussageebene zu verorten sind, dass sich in ihnen bruchlos derselbe religiöse Geist manifestiert. Der Autor betrachtet die von ihm analysierten Textfragmente als Bruchstücke einer großen Konfession.

DT/ari

Was er daraus folgert und was davon zu halten ist, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 11. Juli 2019.

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Redaktion Alexander Pschera Martin Mosebach

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