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Sexualität und christliche Religion im Spiegel der Kunst

Mit den Themen Kirche, Körper, Kunst zeigt das Diözesanmuseum Freising eine Ausstellung über „Verdammte Lust“.
Bild von Lucas Cranach dem Älteren
Foto: IMAGO/H.Tschanz-Hofmann (www.imago-images.de) | Lucas Cranach der Ältere * vermutlich um den 4. Oktober 1472 in Kronach, 16. Oktober 1553 war einer der bedeutendsten deutschen Maler, Grafiker und Buchdrucker der Renaissance, hier das Gemälde Adam und Eva.

Die Ausstellung „Verdammte Lust“ geht auf einen Vorschlag von Reinhard Kardinal Marx zurück. Die Sonderausstellung im Diözesanmuseum Freising zeigt Sexualität und christliche Religion im Spiegel der Kunst, deren Thematik bezeichnet der Kardinal als „höchst aktuell und brisant, da die derzeitige Diskussion um den Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs in der Katholische Kirche nicht nur systemimmanente Probleme, wie Klerikalismus und Machtmissbrauch, offenlegt, sondern vor allem auch eine entscheidende Grundproblematik, nämlich die oft sehr belastete Beziehung vieler Menschen in unserer Kirche zu Körperlichkeit und Sexualität“. 

150 Exponate aus 2000 Jahren

Die Schau bietet 150 Exponate aus 2000 Jahren, darunter bekannte Werke der Kunstgeschichte. So etwa das Gemälde „Adam und Eva“ (nach 1537) von Lucas Cranach dem Älteren oder der dem Michelangelo zugeschriebene bis auf ein Lendentuch nackte „Christus an der Geißelsäule“ (Italien, 17. Jahrhundert).

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Immer wieder wird in den Werken die „unreine fleischliche Begierde“ der reinen Hingabe an Gott gegenübergestellt, auch wenn es nur der Idee nach ist, wie bei dem Gemälde vom Meister von Großgmain „Die Heiligen Augustinus und Hieronymus“ (um 1600), die in die Bibellektüre vertieft sind und sich so von den Sinnen fernhalten. Doch ist auf vielen Bildern trotz Martern auch viel Lust zu sehen.  DT/ari

Lesen Sie einen ausführlichen Beitrag über die Ausstellung über "Verdammte Lust" in der kommenden Ausgabe der "Tagespost".

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