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Plädoyer für die eigene sexuelle Orientierung

Der Film „Der verlorene Sohn“ erzählt die Geschichte des 19-jährigen Jared, der gedrängt wird, seine Homosexualität zu therapieren.
"Der verlorene Sohn"
Foto: Kyle Kaplan (Universal Pictures Germany) | Als der strenggläubige Vater des 19-jährigen Jared von der Homosexualität seines Sohnes erfährt, drängt er ihn zur Teilnahme an einer Reparations- oder Konversionstherapie.

Basierend auf dem Buch „Boy Erased. Autobiografische Erzählung“ von Garrard Conley erzählt „Der verlorene Sohn“ die Geschichte des 19-jährigen Jared (Lucas Hedges), der in einem Baptistenprediger-Haushalt in den US-amerikanischen Südstaaten aufwächst. Als sein strenggläubiger Vater (Russell Crowe) von der Homosexualität seines Sohnes erfährt, drängt er ihn zur Teilnahme an einer Reparations- oder Konversionstherapie.

Jared durchläuft ein entwürdigendes Umerziehungsprogramm

Jared lässt sich auf die Behandlung ein. Seine Mutter (Nicole Kidman) begleitet ihn zu der abgeschotteten Einrichtung, in der der selbst ernannte Therapeut Viktor Sykes (Joel Edgerton) ein entwürdigendes und unmenschliches Umerziehungsprogramm leitet.

Der Film handelt vorwiegend von den haarsträubenden Methoden, denen sich Jared unterziehen muss. Wäre der Film nach seinem Ausbruch aus dem Programm zu Ende gegangen, hätte der Zuschauer sicher entrüstet über die sektenähnlichen Praktiken das Kino verlassen.

Im Epilog kommt die Intention des Films offen zutage

Aber in einem Epilog „vier Jahre später“ kommt die darüber hinausgehende Intention des Filmes offen zutage: Nachdem Jared einen Artikel in der „New York Times“ veröffentlicht hat – und somit im Mainstream angekommen ist –, tritt er seinem Vater gegenüber selbstsicher auf: „Ich bin schwul. Und ich bin Dein Sohn. Ich werde mich nicht ändern. Du wirst Dich ändern müssen.“ In diesem Gefühl der Rechtfertigung kommt die selbstgerechte Aussage des Filmes zum Ausdruck.

DT

Warum der Film von US-Medien durchgehend gelobt wurde, auch von katholischen, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 28. Februar 2019.

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