Wann ist ein Mann ein Mann? Als der junge Herbert Grönemeyer 1984 seinen musikalischen Durchbruch mit „Männer“ erlebte, scheint noch eine gewisse ironische Leichtigkeit die heute unvermeidlich verbissenen Genderdebatten durchweht zu haben. „Halb Satire, halb Eloge, teils Men’s Lib, teils Chauvi-Restauration, scheint der Song den Nerv aller (emanzipationsgeschädigten?) Männer getroffen zu haben“, resümiert der „Spiegel“ in einer zeitgenössischen Albumrezension nachsichtig. Vierzig Jahre permanente Emanzipation später gibt es für jede Facette des grönemeyerschen Männer-Spektrums das entsprechende Rollenbild als Social-Media-Karikatur.
Zurück zum Patriarchat?
Andrew Tate oder Felix Banaszak? Welcher Männlichkeit-Version sie folgen wollen, müssen Männer sich heute selbst aussuchen. Die christlichen Angebote überzeugen auch nicht alle.
