London

TikTok wirbt für Transgender-Ideologie

Auf dem Sozialen Netzwerk TikTok nehmen Trans-Inhalte zu. Eltern sind wegen des sozialen Drucks auf Minderjährige besorgt.
TikTok
Foto: Fabian Sommer (dpa) | Als ein Grund für die Zunahme von Videos mit Trans-Inhalt nennt Merriman die Partnerschaft, die TikTok Anfang des Jahres mit der Organisation Stonewall eingegangen ist, die sich für die „Rechte von Lesben, Schwulen, ...

Auf dem hauptsächlich von Jugendlichen und jungen Erwachsenen genutzten Sozialen Netzwerk TikTok wird laut einer Untersuchung der britischen Zeitung „Daily Mail on Sunday“ intensiv für die Transgender-Ideologie geworben. Millionen junger Zuschauer sehen dabei etwa Posts von Transgender-Influencern, in denen Ratschläge zu Geschlechtsumwandlung und Hormontherapien gegeben werden. Laut „Daily Mail“ wurden TikTok-Videos mit dem Hashtag #Trans mehr als 26 Milliarden Mal angesehen.

Zunahme von Videos mit Trans-Inhalt

Mehr als ein Viertel der britischen TikTok-Nutzer sind nach dieser Untersuchung zwischen 15 und 25 Jahre alt. Kinder zwischen vier und 15 Jahren, die sich bei dem Sozialen Netzwerk anmelden, verbringen nach TikToks eigenen Angaben durchschnittlich 69 Minuten pro Tag mit der App, die im vergangenen Jahr zur meist heruntergeladenen App in Großbritannien wurde. Deshalb befürchten Eltern eine „soziale Ansteckung“, denn dadurch würde Druck auf beeinflussbare Jugendliche ausgeübt, und der Anstieg von Teenagern begünstigt, die sich als transsexuell identifizieren. In dem Beitrag für die britische Zeitung heißt es: „Es ist kein Zufall, dass das Wachstum von TikTok genau mit der exponentiellen Zunahme von Kindern zusammenfällt, die von Geschlechtsdysphorie berichten.“

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Als ein Grund für die Zunahme von Videos mit Trans-Inhalt nennt Merriman die Partnerschaft, die TikTok Anfang des Jahres mit der Organisation Stonewall eingegangen ist, die sich für die „Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender“ einsetzt. Dazu erklärte ein Sprecher von TikTok: „Wir fühlen uns geehrt, dass die LGBTQ+-Gemeinschaft TikTok von Anfang an als Plattform für Selbstdarstellung, Bildung, Gemeinschaftsbildung und Freude angenommen hat“. Die Zeitung zitiert aber auch Kate Harris von der LGB Alliance, die sich gegen die Politik von Stonewall in Transgender-Fragen ausspricht: „Unsere größte Sorge ist, dass Millionen von beeinflussbaren Kindern diese Online-Influencer beobachten.“

"Trans-Influencer" als Fundraiser

Die „Daily Mail“ nennt einige Beispiele solcher „Trans-Influencer“, etwa die 19-jährige Bella Fitzpatrick, die unter ihren 700.000 Followern in weniger als drei Monaten 20.000 Pfund sammelte, um eine private geschlechtsangleichende Operation zu finanzieren. Oder auch ein Video, das mit den Worten „Ich war mal ein gutes christliches Kind“ beginnt, bevor es die Verwandlung in einen „schwulen Atheisten, der Tattoos und Chaos liebt“ zeigt.

Die christliche Plattform „The Christian Post“, die über den Beitrag der „Daily Mail“ ausführlich berichtet, zitiert außerdem eine Email von der investigativen Bloggerin Jennifer Bilek in diesem Zusammenhang: Der Transgender-Aktivismus sei mit einem „medizinisch-industriellen Komplex“ eng verknüpft. „Internet-Vermarkter nutzen diese Macht, um uns Unzufriedenheit mit uns selbst, und dann die Heilmittel für diese Unzufriedenheit zu verkaufen. Kinder sind weniger als Erwachsene in der Lage dies zu erkennen, besonders wenn das Marketing auf ihren eigenen Social-Media-Kanälen stattfindet. Dass Kinder 26 Milliarden Mal mit so etwas wie geschlechtsverändernden Operationen in Berührung kommen können, ist unvorstellbar. Dass dies über ‚Trans’-Modelle in ihren sozialen Medien als cool vermarktet wird, ist skrupellos. Wir können den Zugang der Kinder zu allen Mainstream-Medien nicht kontrollieren, aber es liegt in unserer Verantwortung als Erwachsene, sie vor räuberischen Vermarktern auf ihren Tech-Plattformen zu schützen“.  DT/jg

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