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„Die Tagespost“ kooperiert mit „Jüdischer Allgemeiner“

40 Jahre nach dem historischen Wort von Johannes Paul II. bündeln die beiden Zeitungen ihre Stimmen gegen Antisemitismus und für die jüdisch-christliche Grundlage Europas.
„Die Tagespost“ und die „Jüdische Allgemeine“
Foto: Redaktion | Was beide Zeitungsmarken verbindet, hat eine geschichtliche Wurzel: Im April 1986 bezeichnete der heilige Papst Johannes Paul II.

Am Donnerstag erhalten die Abonnenten der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“ auch die aktuelle Ausgabe der „Jüdischen Allgemeinen“, deren Erscheinungsweise ebenfalls wöchentlich zum Donnerstag ist. „Mit diesem publizistischen Schulterschluss setzen die zwei Premiummarken des deutschsprachigen Journalismus ein Zeichen gegen Antisemitismus und für die jüdisch-christlich geprägte Kultur Europas“, so Tagespost-Sprecher Mirco Weiß.

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Der Terror der Hamas am 7. Oktober 2023 hat massiven Antisemitismus auch in Deutschland offengelegt. Aber Philipp Peyman Engel, Chefredakteur der „Jüdischen Allgemeinen“ und „Chefredakteur des Jahres“ (2023) ergänzt: „Nach dem 7. Oktober gab es auch Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft. Ich persönlich erhielt in den letzten drei Jahren immer wieder auch ebenso empathische wie solidarische Zuschriften. Es waren zumeist nur wenige Worte, aber umso größer war die Wirkung. Wie geht es Ihnen? Können wir Sie irgendwie unterstützen?, schrieben viele. Andere versprachen: Wir können uns vorstellen, wie Sie sich gerade fühlen. Wir stehen an Ihrer Seite! Doch fast alle Absender hatten etwas gemein, das ich viel früher hätte sehen können, tatsächlich aber erst nach dem 7. Oktober 2023 wirklich wahrnahm. Die allermeisten dieser Zuschriften kamen von christlichen Lesern. Dafür möchte ich mich, vielleicht ist dieser Gastbeitrag in der „Tagespost“ dafür der richtige Platz, von Herzen bedanken.“

Einladung, eine starke publizistische Stimme kennenzulernen

Was beide Zeitungsmarken verbindet, hat eine geschichtliche Wurzel: Im April 1986 bezeichnete der heilige Papst Johannes Paul II. die Juden bei seinem historischen Besuch der Synagoge von Rom als „unsere älteren Brüder und Schwestern“. Der Zeitpunkt für diese Kooperation zwischen Jüdischer Allgemeiner und Tagespost ist daher bewusst auch zum 40. Jahrestag dieses Ereignisses gewählt.

„Tagespost“-Chefredakteurin Franziska Harter: „Über dem Eingang der Großen Synagoge von Europa in Brüssel steht auf Französisch: Haben wir nicht alle denselben Vater? Hat nicht derselbe Gott uns geschaffen? Auf diesen zwei kurzen Sätzen baut das jüdisch-christliche Erbe Europas auf: nämlich auf den gemeinsamen Glauben an einen liebenden Gott, der alle Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen hat. In ihnen steckt auch ein gemeinsamer Auftrag für Juden und Christen: nämlich mitten in einer Welt des Krieges und der Rücksichtslosigkeit an einer Gesellschaft zu arbeiten, die die Würde jedes Menschen von Anfang an bedingungslos respektiert und verteidigt.“

Die Leser der „Tagespost“ sollen diesen Doppelauftritt daher auch als Einladung verstehen, mit der „Jüdischen Allgemeinen“ eine starke publizistische Stimme kennenzulernen – und gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen, nämlich dort, wo er beginnt: in unserer Aufmerksamkeit, unserem Urteil und unserem täglichen Gespräch.

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

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