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Hartl: "Blinder Fleck der ökologischen Bewegung ist der Mensch“

Beim Umgang mit der ökologischen Bewegung sollten Christen das Gute suchen, aber auch den "blinden Fleck", meint der Theologe Johannes Hartl in einem Beitrag für die Tagespost.
"Blinder Fleck der ökologischen Bewegung ist der Mensch“, so Johannes Hartl
Foto: Dieter Mayr (KNA) | "Der blinde Fleck der ökologischen Bewegung ist der Mensch. Denn den bezeichnet sie nicht selten als Krankheit des Planeten, als eine Belastung", so Johannes Hartl.

Der katholische Autor Johannes Hartl („Eden Culture“) ermutigt Christen beim Umgang mit der ökologischen Bewegung nicht grundsätzlich ablehnend zu reagieren, sondern das Gute zu suchen, aber auch den „blinden Fleck“. So wie es auch Paulus bei seiner Rede an die Athener gemacht hat.

"Eure Religiosität ist grundsätzlich gut"

„Paulus kommt nach Athen und entdeckt in der antiken Stadt überall eine große Menge Götterstatuen. Als frommer Jude ist er entsetzt über so zahlreiche Verstöße gegen das wichtigste der monotheistischen Gebote. Lukas berichtet im 17. Kapitel der Apostelgeschichte darüber. In seiner Rede an die Athener bleibt Paulus aber nicht bei seiner Bestürzung stehen, sondern lobt die Athener vielmehr für ihre intensive religiöse Suche. Man sehe schon, dass die Leute hier sehr fromm seien. Der Tempel für einen unbekannten Gott schließlich gibt ihm das Stichwort: eure Religiosität ist grundsätzlich gut, sie hat nur einen entscheidenden blinden Fleck. Ihr kennt Gott nicht, denn der hat sich durch Jesus geoffenbart. Er sieht also den positiven Ansatz, würdigt ihn und verweist auf die tiefer liegende Frage.“

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Übertragen auf die Öko-Bewegung heißt das, laut Hartl: „Der blinde Fleck der ökologischen Bewegung ist der Mensch. Denn den bezeichnet sie nicht selten als Krankheit des Planeten, als eine Belastung. Der Mensch und wozu es ihn eigentlich gibt, das ist der große Unbekannte geworden. Doch für wen (und warum?) schützen wir den Planeten, wenn es nicht an entscheidender Stelle um den Menschen geht? Geht es aber um den Menschen, dann muss „Ökologie“ mehr bedeuten als die Sorge um die Natur.“  DT/mee

Johannes Hartl über den christlichen Dialog mit der Öko-Bewegung. Lesen Sie den ganzen Text in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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