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Gegen Hass und Hetze

Das Portal "katholisch.de" will im Facebook der eigenen Netiquette mit Nachdruck Gehör verschaffen.
Hass im Internet soll verschwinden
Foto: Oliver Berg (dpa) | Ein Junge reibt sich vor seinem Laptop beim Betrachten einer Facebook-Seite die Augen. (Symbolbild)

Große Aufregung um den Facebook-Auftritt von "katholisch.de". Das Portal will strikter gegen Hass und Hetze vorgehen, entsprechende Kommentare löschen und Nutzer sperren. In einer Meldung dazu heißt es: "Aktuell wird die Meinungsfreiheit durch Hetzer bedroht. Wir haben anständige und gemäßigte Nutzer aus diesem Grund verloren. Es gibt Gastautoren und Interviewpartner, die sich nur unter größter Zurückhaltung oder gar nicht mehr auf unserem Portal äußern wollen, weil sie sich laut eigener Aussage vor den beleidigenden und denunziatorischen Kommentaren auf Facebook fürchten." Aus diesem Grund werde man "einen anderen Kurs einschlagen", Kommentare "radikal löschen", Nutzer "sperren". Netiquette 2.0.

Restriktive "Sagbarkeitsregeln" sind begründungsbedürftig

Das Portal "katholisch.de" wird – ob es das de jure ist oder nicht – öffentlich de facto als Online-Sprachrohr der Katholischen Kirche in Deutschland wahrgenommen. Insofern wird die Politik, die "katholisch.de" macht, mit der Haltung der Kirche in Deutschland identifiziert. Selbstverständlich kann man dann als ein solch wirkmächtiges, vielgelesenes und breit rezipiertes katholisches Portal immer noch restriktiv mit Nutzerkommentaren umgehen. Wenn jedoch eine katholische Seite schärfere "Sagbarkeitsregeln" aufstellt als der Staat mit seiner Rechtssprechung zur Meinungsfreiheit, dann ist das begründungsbedürftig.

DT (jobo)

Wie eine solche Begründung aussehen kann und welche Einwände es dagegen gibt, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 4. Juli 2019.

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Josef Bordat Katholische Kirche Würde

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