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Forscher: Ethische Grenzen für Künstliche Intelligenz

Der Direktor des Jesus College in Oxford, Nigel Shadbolt, fordert eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz.
Künstliche Intelligenz braucht moralische und rechtliche Grenzen
Foto: Guido Kirchner (dpa) | Künstliche Intelligenz braucht moralische und rechtliche Grenzen.

Er halte es vorerst nicht für denkbar, so Nigel Shadbolt, dass Maschinen den Menschen überflügeln könnten. Das sagte der KI-Forscher der Zeitung "Die Welt".

Gesetzliche Rahmenbedingungen nötig

"Maschinen mit Bewusstsein wird es nur geben können, wenn wir diese Möglichkeit ausdrücklich zulassen. Aber vielleicht wird ja genau das durch Gedankenlosigkeit passieren." Nötig seien daher ethische Grenzen und entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen.

Der Weg zur "generalisierten Intelligenz" ist noch weit

Bislang seien selbstlernende Systeme für spezielle Teilaufgaben wie Gesichtserkennung optimiert, erklärte Shadbolt, der auch Vorsitzender des britischen Open Data Institute ist. "Wie man von solchen Systemen zu einer generalisierten Intelligenz kommen könnte, weiß niemand."

Es braucht neue Formen der Cyberabwehr

Dennoch ließen sich KI-Systeme auch für kriegerische Zwecke nutzen, so der Experte. Denkbar seien etwa "anonyme Angriffe in einem nicht erklärten Cyberkrieg. Die kritische Infrastruktur eines Landes kann zerstört werden, ohne dass sich der Urheber einer solchen Attacke mit Sicherheit ausmachen ließe." Es brauche daher neue Formen der Cyberabwehr, betonte Shadbolt.

KNA / DT (jobo)

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