In jüngster Zeit kann es passieren, Werbeplakate für Opernproduktionen mit solchen für die neusten Streaminganbieter zu verwechseln. Das liegt zunächst daran, dass viele Theaterleitungen genau das wollen: Aufmerksamkeit ist eine wichtige Währung, für die sich die Hochkultur auch schon einmal visuell mit dem Massengeschmack verbrüdern kann. Traut man dem eigenen Angebot also nicht mehr zu, dass es aus sich heraus ein Publikum findet? Zum andern hat es aber auch mit einer Fremdheit zu tun, die zwischen Marketingverantwortlichen und dem beworbenen Produkt besteht. Eine Vielzahl der mit entsprechenden Projekten beauftragten Akteure hat mit dem Theater wenig zu tun, hält es bisweilen für ein Relikt vergangener Jahrhunderte, das ...
Kunst als Ware
Mit Marketing und PR kämpft die Kultur um ein jüngeres Publikum.
