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Empörungen gibt es nur noch in eskalierter Form

Weinerliche Aktivisten und infantile Sprache kennzeichnen ein nicht abreißendes Empörungsgeschehen. Echte Skandale und wirkliche Probleme dringen durch diese Eskalationsblasen nicht mehr zu den Bürgern durch. 
Anschlag auf Monet-Bild
Foto: Uncredited (Letzte Generation/AP) | Selbsternannte Aktivisten der sogenannten «Letzten Generation» verübten einen Terroranschlag auf das Bild «Getreideschober» von Claude Monet.

Über die Empörung an sich und das Ausmaß an globalen Katastrophen, welche sich nur noch in eskalierenden Erregungsstufen ereignen, schreibt Bestsellerautorin Birgit Kelle in der kommenden Folge ihrer Kolumne Ungeschminkt. Wo jede Harmlosigkeit zum Eklat stilisiert werde, so Kelle, hätten es nicht nur echte Skandale schwer, zur Kenntnis genommen zu werden, es forciere auch die Notwendigkeit, immer noch einen draufzulegen. Still mit Plakaten an der Ecke zu stehen, so Kelle, sie Anfängern vorbehalten.

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Babysprache der Superlative

Die Autorin beschreibt das Vorgehen der modernen Aktivisten, die gleich Kamerateams mitbrächten. Nur was auf Twitter sei, sei wirklich, so Kelle. Auch die Sprache der Aktiven nimmt Kelle ins Visier. Die teils infantil wirkende Terminologie und die stets auf Maximum angelegten Vorsilben, wie „mega“ oder „maxi“ verstören offensichtlich. Die Erfolgsautorin konstatiert, demzufolge sei es nicht verwunderlich, dass immer mehr Leute übergeschnappt seien. Paradox nennt es Birgit Kelle, wenn der Klimaaktivismus schlicht nicht erwachsen werden will. Zum Glück sind die Kunstwerke hinter Glasscheiben, so dass sich der Schaden in Grenzen hält stellt Kelle fest. 

Kein Essen nirgends von VW

Um die Infantilität der Aktivisten zu verdeutlichen schreibt Kelle, der Gratismut perle bislang auf den schützenden Glasscheiben der Malerei ab. Würde man wirklich einen Millionenschaden riskieren, könnte Papas Rechtsschutzversicherung ja auch mal aussteigen, spottet die Kolumnistin. Wie sehr sich diese selbsternannten Aktivisten geradezu lächerlich machen, stellt Birgit Kelle an einer Aktion gegen den VW – Konzern dar, wo sich festgeklebte Aktivisten weinerlich über Kälte, kein Essen und kein Wasser beschwert hätten.  DT/pwi

Lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost in der Kolumne Ungeschminkt, wie Empörung durch leerlaufende Eskalation immer lächerlicher wird. 

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Vorabmeldung Birgit Kelle Skandale und Affären

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