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„Der Papst redet den Jugendlichen nach dem Mund“  

Der Bestseller-Autor Alexander von Schönburg ist über die bei Disney+ laufende Papst-Doku „Amen“, in welcher Franziskus zehn Jugendlichen begegnet, nicht so richtig glücklich.
Papst Franziskus hat sich für eine Dokumentation mit Jugendlichen zum Gespräch getroffen.
Foto: IMAGO/IPA/ABACA (www.imago-images.de) | Papst Franziskus hat sich für eine Dokumentation mit Jugendlichen zum Gespräch getroffen.

So schreibt Schönburg in der „Tagesposting“-Kolumne der „Tagespost“: „Mein erster Gedanke ist: Warum kommen die Jugendlichen nicht zu ihm in den Vatikan? Sie sind deutlich mobiler als er. Warum muss der alte Herr den Weg auf sich nehmen, um quer durch Rom zu fahren und die jungen Leute in einer hippen, umgestalteten Industriebrache zu treffen?“

Papst nutzt kein Tinder

Damit nicht genug. „Natürlich haben die Filmemacher die Jugendlichen gezielt so ausgewählt, dass ein kontroverses Gespräch zustande kommen kann. Eigentlich eine fantastische Idee. Nur hat Disney sich da verkalkuliert.

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Bis auf wenige Ausnahmen, etwa beim Thema Lebensschutz, geht der Papst unangenehmen Fragen entweder aus dem Weg oder er redet den Jugendlichen nach dem Mund. An einer Stelle fragt einer der jungen Leute, ob der Papst mit der Smartphone-App „Tinder“ vertraut sei, die dafür da ist, sich mit Fremden auf unkomplizierte Art zum Sex zu treffen. Nein, „Tinder“ nutze der Papst nicht, erfährt man und dass es doch schön sei, wenn junge Leute sich miteinander verabreden.“

Ein notwendiger Schritt

Bei Alexander von Schönburg löst dies Nostalgie aus. „Ich muss an die Worte von Papst Benedikt XVI. denken, der einmal sagte, die Kirche werde in der modernen Welt an sozialem Prestige und Einfluss verlieren, dass dies aber ein notwendiger Schritt zur Erneuerung sei. Dieser Papst, das zeigt der Disney-Film, geht einen anderen Weg. Er will kein „skandalon“, kein Stolperstein sein. Er will Anerkennung von der modernen Welt.“ DT/mee


Alexander von Schönburg sagt zur aktuellen Papst-Doku nicht Ja und Amen. Lesen Sie den ganzen Text in der Ausgabe der „Tagespost“ vom 16. November 2023.

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