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„Wir müssen eine missionarische Kirche werden!“

Pater Karl Wallner sieht Chancen in der Corona-Krise – Medjugorje-Friedensgebet in Wien unter strengen Corona-Auflagen.
Pater Karl Wallner sieht Chancen in der Corona-Krise
Foto: Missio Austria | Tatsächlich berge die Krise eine Chance auf Vergeistigung, so Karl Wallner, der ein Plädoyer für eine Wiederentdeckung des Bittgebets hielt

Das traditionelle Medjugorje-Friedensgebet im Wiener Stephansdom fand am Dienstag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Waren in den Vorjahren stets mehrere tausend Beter versammelt, um gemeinsam zu singen, zu beten, zu beichten und Glaubenszeugnisse zu hören, so waren Corona-bedingt heuer nur 750 Gläubige – mit Masken und Sicherheitsabständen – zugelassen. „Maria führt uns in dieser Zeit in besonderer Weise“, gab sich der Organisator, der Wiener Arzt Christian Stelzer, überzeugt.

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Wallner mahnt: Immer das Positive sehen

Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner sagte, in der zweitausendjährigen Kirchengeschichte habe es nie eine vergleichbare Situation gegeben. Angesichts der Corona-Pandemie und der Regierungsmaßnahmen seien auch viele Katholiken versucht, Feindbilder zu pflegen – etwa die Regierungen und ihre Vorgaben, oder  die Bischöfe, die ihnen den Gottesdienstbesuch erschweren. Der Heiligenkreuzer Zisterzienserpater mahnte die Gläubigen, immer das Positive zu sehen.
Tatsächlich berge die Krise eine Chance auf Vergeistigung, so Karl Wallner, der ein Plädoyer für eine Wiederentdeckung des Bittgebets hielt. „Unser Hauptproblem ist, dass wir Gott nichts mehr zutrauen. Wir erwarten nichts mehr von Gott!“ Dabei habe Jesus „so viel Werbung für das Bittgebet gemacht“.

Weil Gott eine Wirklichkeit ist, müssten die Christen neuerlich zu bitten lernen. Gleichzeitig müsse die Kirche missionarischer werden. „Das kirchliche Leben war vielerorts schon vor Corona eine Palliativstation“, so der österreichische Missio-Chef, der die Christen dazu aufrief, „fruchtbar sein“ zu wollen.

Die Wunder geschehen durch die Sakramente

Die Gottesmutter erscheine in Medjugorje „weil sie viele Kinder haben möchte – nein, nicht nur viele, sondern alle“, sagte Pater Karl Wallner. Kurz nach seiner eigenen Priesterweihe 1988 habe er in Medjugorje viele Stunden lang Beichte gehört und wisse, „dass Medjugorje einen offenen, Wunder wirkenden Himmel bedeutet. Die Wunder geschehen durch die Sakramente.“ DT/sba

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