Der zusammenfassende Bericht der Besprechungsergebnisse der jüngsten römischen Bischofssynode, die sogenannte „Synthese“, liegt jetzt auch in deutscher Sprache vor. Er trägt den Titel „Auf dem Weg zu einer synodalen Kirche in der Sendung“ und fasst auf 40 Seiten die Voten zusammen, die bei den knapp vierwöchigen Beratungen von den einzelnen Sprachgruppen beim Generalsekretariat der römischen Bischofssynode eingereicht wurden.
„Zu behandelnde Fragen“
Das Dokument gliedert sich in die drei Teile „Das Antlitz der synodalen Kirche“, „Alle Jünger, alle Missionare“ und „Verbindungen knüpfen, Gemeinschaft aufbauen“. Jeder der drei Teile erhält Unterpunkte, die jeweils konkrete Fragestellungen aufgreifen. Über jeden dieser Unterpunkte wurde in der Synodenhalle abgestimmt. Es wurde dann jeweils festgehalten, wo in der Versammlung große „Konvergenzen“ bestanden und was unter die Rubrik noch weiter „Zu behandelnde Fragen“ fiel.
Letzteres ist dann bis zur kommenden Bischofssynode in Rom im Oktober 2024 auf den unterschiedlichsten Ebenen der katholischen Weltkirche weiter zu beraten und soll auf der den synodalen Weltprozess in elf Monaten abschließenden römischen Synode beraten werden. Außerdem enthalten alle Unterpunkte neben den „Konvergenzen“ und den „Zu behandelnden Fragen“ auch „Vorschläge“, die die jüngste Versammlung an den Papst gerichtet hat.
Umstritten: Frauendiakonat und Zölibat
Der Vatikan hat auch die Abstimmungsergebnisse zu den einzelnen Unterpunkten veröffentlicht. Signifikante Abweichungen von den durchweg hohen Mehrheiten gab es bei den Unterpunkten, die die Frage des Frauendiakonats und der Lockerung des Pflichtzölibats behandelten. Bis heute lag die „Synthese“ nur auf Italienisch vor. Jetzt kann man sie auch auf Englisch, Spanisch, Polnisch und Deutsch nachlesen. DT/gho
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