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Sakrament: Symbole der gegenwärtigen Liebe Gottes

Der Moraltheologe Peter Schallenberg spürt Ursprung und Bedeutung des katholischen Sakramentenverständnisses nach.
Ehesakrament
Foto: Andreas Lander (dpa-Zentralbild) | Im Sakrament der Ehe kommt die unsichtbare Liebe Gottes zum Ausdruck.

„Was ist ein Sakrament?“ Mit dieser Frage beschäftigt sich der Moraltheologe Peter Schallenberg im Interview mit der Medienakademie für katholische Apologetik (MAKA). Er erklärt: Sakrament stehe in der katholischen Kirche für „die sichere, unverbrüchliche, ganz gewisse Wirkung der Liebe Gottes“.

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In der sichtbaren Materie Gottes unsichtbare Liebe

Historisch gesehen kommt der Ausdruck vom heiligen Augustinus: Sacramentum sei ein lateinischer Begriff, so Schallenberg, der ausdrückt, „dass in der sichtbaren Materie Gottes unsichtbare Liebe wirkt“. Sichtbare Materie sei beispielsweise das Taufwasser. Das Unsichtbare sei das, was ein Mensch damit zum Ausdruck bringen will – was man nicht sichtbar nachprüfen kann, evaluieren kann, was man nur glauben kann, hoffen kann, empfangen kann“, so der Moraltheologe. Und nicht zuletzt sei das Unsichtbare die Liebe Gottes, die darin zum Ausdruck komme.

Sieben Sakramente haben sich im Laufe der Kirchengeschichte herausgebildet, so Schallenberg weiter. „Das ist eine stilisierte Zahl, die erinnern soll an die sieben Schöpfungstage, die durch die Sünde des Menschen, durch die Lieblosigkeit des Menschen, durch den Vertrauensbruch des Menschen, zerbrochen waren.“

Alle sieben Sakramente von Christus gestiftet

Der zerbrochene Raum werde aber durch die Offenbarung der Liebe Gottes in Jesus Christus wiederhergestellt. Deshalb lehre die Kirche, dass alle sieben Sakramente von Christus gestiftet worden seien. „Die sieben Sakramente sind reale Symbole der Gegenwart der Liebe Gottes, die uns helfen, in diesem Leben zu liebenden Menschen zu werden“, so Schallenberg.

DT/mlu

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