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„Menschenhandel ist moderne Sklaverei“

Österreich sei Transit- und Zielland von Menschenhandel, meint die Bischofskonferenz, die härtere Gesetze fordert. Betroffen sind Frauen aus Osteuropa, Nigeria und China.
Demonstration gegen Menschenhandel
Foto: Daniel Naupold (dpa) | Europa müsse "endlich eine gerechte und solidarische Lösung im Umgang mit geflüchteten Menschen finden, die bis heute leider schmerzlich fehlt", heißt es in einer Stellungnahme der österreichischen Bischofskonferenz ...

Als „eine moderne Form der Sklaverei“ verurteilen Österreichs Bischöfe den Menschenhandel. Frauen, Kinder und Jugendliche würden durch ihn „zur Ware degradiert, entwürdigt und missbraucht“. Der Menschenhandel sei „eines der schlimmsten Verbrechen und ein schmutziges Geschäft ungeheurer Größe“, heißt es in einer Stellungnahme der Österreichischen Bischofskonferenz, die zum Ende der Frühjahrsvollversammlung am Freitag veröffentlicht wurde.

Mit den Ursachen des Menschenhandels befasst

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Im Rahmen ihrer online abgehaltenen Vollversammlung haben sich die österreichischen Bischöfe mit den Ursachen des Menschenhandels beschäftigt, der mit einem Volumen von 150 bis 200 Milliarden Euro jährlich „nach dem Drogenhandel das einträglichste Verbrechen“ ist. Österreich sei durch seine geografische Lage hierfür ein Transit- und Zielland. Betroffen seien insbesondere Frauen aus Osteuropa, Nigeria und China. Dabei gehe es um die sexuelle Ausbeutung von Frauen, ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und Kinderhandel.

Österreich solle sich mehr als bisher an jenen Ländern orientieren, die „diejenigen kriminalisieren, die aus Prostitution oder anderen Formen sexueller Ausbeutung der Opfer von Menschenhandel Vorteile ziehen“. Es brauche zudem eine Verschärfung der Bestimmungen zur Geldwäsche, fordert die Bischofskonferenz.

Bischöfe für humanitäres Aufnahmeprogramm

An die österreichische Bundesregierung appellieren die Bischöfe, schutzbedürftige Familien mit kleinen Kindern im Rahmen einer geordneten Rettungsaktion in Österreich aufzunehmen. Ein solches humanitäres Aufnahmeprogramm sei „konkreter Ausdruck jener Werte, für die Europa und das Christentum stehen“, meinen die Bischöfe mit Blick auf die dramatischen Zustände auf den griechischen Ägäis-Inseln. Sie wüssten aus Gesprächen mit Bürgermeistern und Pfarreien, dass viele in Österreich bereit seien, diese Menschen aufzunehmen und zu betreuen.

Europa müsse „endlich eine gerechte und solidarische Lösung im Umgang mit geflüchteten Menschen finden, die bis heute leider schmerzlich fehlt“, heißt es in einer Stellungnahme der Bischofskonferenz von Freitag. Und weiter: „Grenzen zu sichern und Menschen zu schützen, dürfen einander niemals ausschließen.“

Lesen Sie eine ausführliche Berichterstattung zur Vollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz in der kommenden Ausgabe der „Tagespost“.

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