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Klären, was der Priester ist

Mit der Einladung der deutschen Bischöfe zu Gesprächen in Rom will der Vatikan die Debatte um die Gemeinde-Instruktion versachlichen.
Don Camillo
Foto: dpa | Der Priester ist Hirte und Leiter der Pfarrei.

Es ist nur konsequent, dass der Präfekt der Klerus-Kongregation, Kardinal Beniamino Stella, die deutschen Bischöfe zu Gesprächen nach Rom eingeladen hat. Die Kleruskongregation werde die Bischöfe gern empfangen, um deren Zweifel und Verblüffung über die Instruktion zu den Gemeindereformen zu beseitigen, meldete die Katholische Nachrichtenagentur – „wenn sie das wünschen“ und „zu gegebener Zeit“. Denn der deutsche Episkopat ist der einzige auf der Welt, der zu einem beispiellosen Sturmlaufen gegen ein vatikanisches Dokument angesetzt hat, das geltende kirchenrechtliche Normen vor den neuen Herausforderungen der Evangelisierung und Mission interpretiert.

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Der Ball liegt im deutschen Spielfeld

Damit sollte etwas Ruhe einkehren. Der Ball liegt jetzt im Spielfeld der Deutschen Bischofskonferenz, die nun zeigen kann, dass sie nicht nur aufbegehren, sondern auch einen zielführenden Dialog führen kann. Die doch sehr einseitigen Kommentare vor allem von Theologen-Seite – „restauratives Priesterbild“, „sakrale Macht“, „Doppelbotschaften des Papstes“ oder „befremdliche Kleinlichkeit“ – gleichen eher Blendgranaten, als dass sie wirklich helfen, dem deutschen Publikum verständlich zu machen, worum es Rom mit dieser Instruktion geht. 

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Rom hat einen Nerv getroffen

Früher wurden vatikanische oder päpstliche Botschaften, die auch Unpopuläres enthielten, einfach weggelobt. Nach einem Tag war Schluss mit der Debatte. Jetzt scheint Rom einen Nerv getroffen zu haben. Es ist ja völlig offensichtlich, dass die Instruktion mit der von ihr betonten „Ordnung des Zueinanders von Amt und Charisma, von gemeinsamem Priestertum aus Taufe und Firmung und Priestertum des Dienstamtes“ (Bischof Gregor Hanke) so gar nicht in die Agenda des Synodalen Wegs passt. Da auch dieser Prozess gesamtkirchlich relevante Fragen einschließt und am Ende nicht an Rom vorbei zum Abschluss gebracht werden kann, ist es besser, man spricht jetzt – bevor dann irgendwann die Fronten allzu sehr verhärtet sind.

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