Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Krakau

Der Weg des Karol Wojtyla

Zum 100. Geburtstag von Papst Johannes Paul II. - Kurzbiografie mit Bilderserie des jungen Karol Wojtyla.
Kurzbiografie mit Bilderserie des jungen Karol Wojtyla.
Foto: Erzdiözese Krakau

Karol Wojtyla wurde am 18. Mai 1920 in Wadowice in Polen geboren. Ab 1930 besuchte er das Gymnasium. Schon früh entdeckte er seine Liebe zum Theater. In der Schule wirkte er an Aufführungen mit. Wojtyla war Ministrant und galt als guter Schüler. Im Sommer 1938 zog sein Vater mit ihm nach Krakau in den Stadtteil Debniki. Karol Wojtyla schrieb sich zum Studium der Philosophie und Polnischen Literatur an der Jagiellonen-Universität ein.

Lesen Sie auch:

Studium in Krakau

In seiner Studienzeit wirkte Karol Wojtyla in der Experimentaltheatergruppe „Studio 39“ um Tadeusz Kudlinski mit. Neben diversen Gedichten schrieb er 1940 unter dem Pseudonym Andrzej Jawien das dreiteilige Drama Jeremiasz (Jeremia). Seine Neigung zum Theater sahen viele in Verbindung zu seiner Fähigkeit mit großen Menschenmassen zu kommunizieren. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges führte Wojtyla seine Studien in der Untergrunduniversität fort, wurde aber zwangsweise zum Baudienst im Generalgouvernement herangezogen und war in einem Steinbruch als Arbeiter eingesetzt. Im Oktober 1942 trat er ins geheime Priesterseminar der Erzdiözese Krakau ein.  Am 1. November 1946 empfing Karol Wojtyla im Geheimen die Priesterweihe. Er promovierte in den folgenden zwei am Angelicum in Rom. 

Das Erzbistum Krakau hat der Tagespost eine Bilderserie des jungen Karol Wojtyla zur Vefügung gestellt: 

Weihbischof, Erzbischof, Papst 


Am 28. September 1958 wurde Karol Wojtyla zum Bischof geweiht. Er war zum Weihbischof in Krakau mit dem Titularbistum Ombi ernannt worden war. Am 13. Januar 1964 folgte Wojtyla Erzbischof Eugeniusz Baziak im Amt des Erzbischofs von Krakau. Vom 16. Oktober 1978 bis zu seinem Tod war er 26 Jahre und 5 Monate lang Papst der römisch-katholischen Kirche. Nur Pius IX. war länger Papst. Mit Johannes Paul II. war der erste Slawe auf dem Papst. Am 27. April 2014 wurde Johannes Paul II. heiliggesprochen. Sein Gedenktag ist der 22. Oktober, der Tag seiner Inthronisation im Jahre 1978.

DT/pwi

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen. Kostenlos erhalten Sie die aktuelle Ausgabe

Themen & Autoren
Redaktion Erzbischöfe Johannes Paul II. Karol Wojtyla Pius IX. Priesterseminare Päpste Römisch-katholische Kirche

Weitere Artikel

Salzburgs Erzbischof Franz Lackner über die Radikalität des heiligen Franziskus, sein eigenes Franziskaner-Sein und die notwendige Liebe zur Kirche.
10.06.2026, 15 Uhr
Stephan Baier
Senad Mrkaljevic kam als junger Muslim nach Deutschland und lernte den katholischen Glauben kennen. Er ließ sich taufen – und ging einen steinigen Weg bis zur Priesterweihe.
22.08.2026, 11 Uhr
Oliver Gierens

Kirche

Acht Mittwochskatechesen lang wirbt Leo XIV. dafür, im nachkonziliaren Gottesdienst die wahrhaft göttliche Liturgie zu entdecken. Aufschlussreich ist auch, was der Papst nicht sagt.
26.08.2026, 17 Uhr
Guido Horst
Nach 16 Jahren als Abt reicht Maximilian Heim den Staffelstab weiter. Die zurückliegende Visitation des Klosters mag belastend gewesen sein, die Ergebnisse waren es nicht.
26.08.2026, 10 Uhr
Stephan Baier
Mehr als 500 Menschen feiern in Treppeln den Baufortschritt am Bernhardshof. Die Zisterzienser von Neuzelle wollen hier im kommenden Jahr einziehen.
25.08.2026, 18 Uhr
Rocco Thiede
Kein Happy-End in der Basilika? Um die zeitgenössische Formensprache ist ein Konflikt entbrannt.
24.08.2026, 18 Uhr
Angela Hörnig