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Zehn Jahre Amoris Laetitia – und jetzt?

Leo XIV. beruft Bischöfe zum Thema Familie: Er will das Erbe von Franziskus vertiefen und das kirchliche Engagement für Ehe und Familie erneuern.
Papst Leo XIV. will Familien stärken
Foto: IMAGO/ABACA (www.imago-images.de)

Papst Leo XIV. will im Oktober „die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der ganzen Welt" versammeln, um zu hören und zu unterscheiden, was getan werden müsse, „um heute den Familien das Evangelium zu verkünden". Grundlage dieses synodalen Aufeinanderhörens soll das Schreiben „Amoris laetitia" von Papst Franziskus sein, das seinen zehnten Jahrestag feiert, schrieb der Papst in einem am Donnerstag veröffentlichten Bulletin. Amoris laetitia sammle die Früchte der synodalen Unterscheidung und biete „eine wertvolle Lehre", die es zu vertiefen gelte: „die biblische Hoffnung auf die liebevolle und barmherzige Gegenwart Gottes, die es ermöglicht, ‚Geschichten der Liebe' zu leben, auch wenn man ‚Familienkrisen' durchlebt".

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Leo  drückte seinen Dank über das Geschenk aus, das sein Vorgänger der Weltkirche mit „Amoris laetitia" gemacht habe. Es sei „eine leuchtende und hoffnungsvolle Botschaft bezüglich der ehelichen und familiären Liebe", schrieb er und betonte den Wert der Familie, für die, wie Franziskus bekräftigt habe, neue pastorale Methoden entwickelt werden müssten. „Wir müssen auch die Familien unterstützen, insbesondere diejenigen, die unter den vielfältigen Formen von Armut und Gewalt in der heutigen Gesellschaft leiden", forderte er.

Engagement der Kirche für Familien erneuern

Gott habe den Familien „die Aufgabe anvertraut, an der Mission der Kirche mitzuwirken, das Evangelium zu verkünden und zu bezeugen" sowie in besonderer Weise „Salz der Erde" und eine „Schule reich entfalteter Humanität" zu sein. Christliche Eheleute bildeten kraft des Sakraments eine Hauskirche, „die für die Erziehung und Weitergabe des Glaubens von wesentlicher Bedeutung ist". Daher müsse „das Engagement der Kirche in diesem Bereich erneuert und vertieft werden, damit diejenigen, die der Herr zum Ehe- und Familienleben beruft, ihre eheliche Liebe in Christus leben können und die jungen Menschen sich von der Bedeutung der ehelichen Berufung in der Kirche angezogen fühlen".

Damit die Kirche ihrem Auftrag nachkommen könne, „den jungen Generationen das Evangelium der Familie zu verkünden", müsse sie lernen, „die Schönheit der Berufung zur Ehe gerade durch die Anerkennung der Zerbrechlichkeit hervorzuheben, um so ‚das Vertrauen auf die Gnade' (AL, 36) und die christliche Sehnsucht nach Heiligkeit zu wecken", so der Papst.  DT/dsc

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