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Was es braucht, um Papst zu werden

Um gewählt zu werden, müssen gewisse formelle Kriterien erfüllt sein - ein Kardinal zu sein, gehört übrigens nicht dazu. Doch auch persönliche Qualitäten spielen eine Rolle.
Kardinäle bei der Messe im Petersdom.
Foto: Imago/ZUMA Press Wire | Kardinäle bei der Messe im Petersdom. Wer von ihnen wohl als Papst aus dem Konklave hervorgehen wird?

Muss man eigentlich erst zum Kardinal ernannt werden, um Papst zu werden? Nicht unbedingt. Zwar wurde seit dem 15. Jahrhundert kein Nicht-Kardinal mehr auf den Stuhl Petri gewählt, doch die offizielle Verlautbarung des Vatikans zu den Mindestanforderungen zeigt: Ein Kardinalshut ist formal keine Pflicht.

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Klar im Kirchenrecht geregelt sind hingegen einige grundlegende Anforderungen, wie der Vatikan jüngst bestätigte: Ein Papst muss getaufter Katholik und männlich sein, geistig gesund, darf nicht exkommuniziert oder anderweitig kanonisch eingeschränkt sein. Zudem muss er für die Bischofsweihe geeignet sein. Wenn der Gewählte noch kein Bischof ist, muss die Weihe unmittelbar erfolgen.

Neben diesen verbindlichen Voraussetzungen haben sich traditionell und praktisch weitere Kriterien etabliert: Theologische Bildung, persönliche Heiligkeit und moralische Integrität gelten als selbstverständlich. Offiziell vorgeschrieben ist dies zwar nicht, aber schon für Bischöfe vorgesehen und somit mindestens erwartet. Außerdem bevorzugt man Kandidaten, die bereits Kardinäle sind, da dies seit Jahrhunderten so üblich ist.

Verschiedenste Faktoren zu berücksichtigten

Darüber hinaus sollte ein Papstkandidat über besondere persönliche und praktische Fähigkeiten verfügen: diplomatisches Geschick, Konfliktlösungskompetenz, Belastbarkeit und emotionale Widerstandskraft zählen dazu. Nicht zuletzt sind eine gute körperliche Verfassung, Mehrsprachigkeit, insbesondere Latein und Italienisch, und sogar eine gute Singstimme erwünscht.

Auch visionäre Führungskraft und die Fähigkeit, Talente zu erkennen und Aufgaben klug zu delegieren, gelten für den Vatikan als entscheidend für die Führung der weltweit 1,3 Milliarden Katholiken.

Beim Ringen um einen geeigneten Kandidaten für das Papstamt müssen also verschiedenste Faktoren berücksichtigt werden. Und im Gegensatz zur Annahme vieler Menschen ist zumindest theoretisch ein Papst, der nicht aus dem Kreis der Kardinäle stammt, möglich. Am Ende wird das am 7. Mai beginnende Konklave entscheiden, wer der Nachfolger von Franziskus wird.

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