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Papst Leo XIV. will Zölibat „bewahren“

In gleich zwei Ansprachen äußert sich der Papst dezidiert zustimmend zum priesterlichen Zölibat. Auch zur synodalen Leitung sprach Leo XIV. zu den Bischöfen.
Papst Leo XIV. beim Jubiläum der Bischöfe
Foto: IMAGO/ALESSIA GIULIANI | Daumen hoch für den Zölibat: den hält der neue Papst offensichtlich für ein erhaltenswertes Charisma.

Papst Leo XIV. hat sich in zwei Ansprachen zum Zölibat geäußert. So bezeichnete der Papst vor Seminaristen der Diözese Triveneto den Zölibat am Morgen des heutigen Mittwochs zunächst als „Charisma, das es anzuerkennen, zu bewahren und zu unterrichten gelte“. Anlässlich des Heilig-Jahr-Jubiläums der Bischöfe sprach Leo dann mittags in einer längeren Meditation von unverzichtbaren Tugenden für Bischöfe: „pastorale Klugheit, Armut, vollkommene Enthaltsamkeit im Zölibat und die menschlichen Tugenden“.

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Zusammen mit der „tatsächlichen Armut“ lebe der Bischof auch „jene Form der Armut, die der Zölibat und die Jungfräulichkeit um des Himmelreichs willen darstellen“. Dabei gehe es „nicht nur darum, zölibatär zu sein, sondern darum, die Keuschheit des Herzens und des Verhaltens zu üben und so in der Nachfolge Christi zu leben und allen das wahre Bild der Kirche zu vermitteln, die in ihren Gliedern wie in ihrem Haupt heilig und keusch ist.“ Der Bischof, so Leo weiter, müsse „fest und entschlossen“ sein, „wenn es darum geht, Situationen, die einen Skandal hervorrufen können, und jeden Fall von Missbrauch, insbesondere gegenüber Minderjährigen, gemäß den geltenden Bestimmungen anzugehen.“

Papst: Traditionen wertschätzen und neue Wege fördern

Auch zur Synodalität äußerte sich Leo. Papst Franziskus habe die Kirche „einen großen Schritt vorangebracht, indem er mit pädagogischer Weisheit auf der Synodalität“ bestanden habe. Diese, bzw. die pastorale Klugheit im Sinne einer „Praxis des Dialogs als Stil und Methode in den Beziehungen und auch im Vorsitz der Mitwirkungsgremien“, ermögliche es dem Bischof, „die diözesane Gemeinschaft zu leiten, indem er sowohl ihre Traditionen wertschätzt als auch neue Wege und neue Initiativen fördert.“

Die Aussagen des neuen Papstes werden derzeit mit besonderem Interesse aufgenommen, da die Haltung des neuen Papstes zu innerkirchlich teils kontroversen Themen wie Zölibat, Frauenweihe oder Synodalität bisher als unklar galt, und daher die Erwartungen und diesbezüglichen Hoffnungen nicht zuletzt in Deutschland auseinandergingen. (DT/jra)

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