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Papst Franziskus ruft zum täglichen Bibellesen auf

Die Schriftbetrachtung sei unverzichtbar. Sie nähre nicht nur die eigene Seele, sondern sende zu denen, die weit weg seien vom Herrn, so der Papst.
Papstansprache zur Bibellektüre
Foto: picture alliance/dpa/AP | Andrew Medichini | Das Wort „macht uns zu Botschaftern und Zeugen Gottes für eine Welt, die zwar voller Worte ist, aber nach jenem Wort dürstet, das sie oft überhört“, sagte Papst Franziskus.

Papst Franziskus hat die Gläubigen am heutigen Wort-Gottes-Sonntag zu einer täglichen Lektüre des Evangeliums aufgerufen. Laut einem Bericht der katholischen Nachrichtenagentur KNA von heute, habe der Papst in seiner Predigt im Petersdom jedem Katholiken geraten, immer eine Bibel bei sich zu tragen. Es sei das Buch des Lebens, sagte er. Auf diese „sanfte Kraft, die wie in einem Zwiegespräch das Herz berührt", dürfe man nicht verzichten.

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Die Worte Jesu Christi „bringen Gottes Sanftheit zum Vorschein; sie nähren die Seele, vertreiben die Angst, besiegen die Einsamkeit". Das Wort Gottes belebe das Herz, rüttele es auf, reinige es von Heuchelei und erfülle es mit Hoffnung.

Das Wort macht Menschen zu Zeugen Gottes

Weiter sagte der Papst: „Das Wort des Herrn setzt die Macht des Heiligen Geistes frei.“ Anspielend auf die Lesungen des Tages erklärte er, dies sei „eine Kraft, die zu Gott hinzieht, so wie es bei diesen jungen Fischern war, die durch die Worte Jesu wie vom Blitz getroffen wurden“. Es sei „eine Kraft, die zu den anderen sendet, so wie bei Jona, der zu denen geht, die weit weg sind vom Herrn“. Das Wort „macht uns zu Botschaftern und Zeugen Gottesfür eine Welt, die zwar voller Worte ist, aber nach jenem Wort dürstet, das sie oft überhört“, so Franziskus. „Wir hören es, aber wir hören ihm nicht zu; wir hören ihm zu, aber wir bewahren es nicht; wir bewahren es, aber wir lassen uns nicht zu einer Veränderung bewegen.“

Die Betrachtung der Schrift im Gebet müsse zu einem Gespräch zwischen Gott und Mensch werden. Wer mit dem Wort Gottes in Berührung stehe, werde von den Schlingen der Vergangenheit befreit, denn das lebendige Wort deute das Leben neu, heil „das verwundete Gedächtnis, indem es uns die Erinnerung an Gott und an seine für uns vollbrachten Taten eingibt“.

Im Rahmen des Gottesdienstes berief der Papst acht Frauen und drei Männer zu Lektoren und Katechisten, darunter auch zwei Deutsche aus Regensburg. Er selbst hatte das Katechetenamt 2021 geschaffen.  DT/dsc

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