Mit der Veröffentlichung der Sozialenzyklika „Caritas in veritate“ am 7. Juli 2009 stieß Papst Benedikt XVI. eine Debatte an, deren Wirkung weit über die Grenzen der theologischen Fachwelt hinausreichte. Das Dokument, das während einer globalen Finanzkrise erschien, beschränkte sich keineswegs darauf, bloß die Kritik regulatorischer Institutionen aufzugreifen oder Korrekturen am bestehenden Wirtschaftssystem anzumahnen. Vielmehr legte der Verfasser den Finger in die offene Wunde der globalen Ökonomie. Papst Benedikt XVI. war tief im franziskanisch-augustinischen Denken verwurzelt.
Die Logik des Geschenks
Gottes Großzügigkeit soll sich im Handeln des Menschen spiegeln: In „Caritas in veritate“ von Papst Benedikt spiegelt sich ein revolutionärer Gedanke franziskanischer Tugend.
