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Der Vatikan verdient weniger – und wird trotzdem reicher

Apsa-Bilanz 2025: Trotz geringerer Erträge wächst das Eigenkapital dank Immobilien und Wertsteigerungen.
Finanzen Vatikan
| Der Palazzo San Calisto, Sitz der „Verwaltung des Vermögens des Apostolischen Stuhls" (Apsa).

Der Vatikan muss zwar mit weniger Geld auskommen, substanziell ist seine Vermögensbasis jedoch stärker geworden. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Bilanz der „Verwaltung des Vermögens des Apostolischen Stuhls" (Apsa) hervor, über die die katholische Nachrichtenagentur (KNA) berichtete.

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In Zahlen: 2025 wurden mit 22,8 Millionen Euro rund 23 Millionen Euro weniger an Papst und Kurie abgeführt als 2024, als das Betriebsergebnis noch bei 62,2 Millionen Euro lag. Vor allem Finanzanlagen und Wertpapiere warfen deutlich weniger ab als im Vorjahr. Als Gründe nennt die Apsa die Umstrukturierung des Portfolios, Wechselkursschwankungen und geringere Zinserträge.

Gewinne mit Gold und Immobilien

Größte Einzelanlage im Apsa-Portfolio bleibt Gold mit einem Anteil von 44,1 Prozent. Bei den Immobilien stieg der Gewinn dagegen von 35,1 auf 44,5 Millionen Euro. Von den 4.281 allein in Italien verwalteten Immobilien werden 2.186 zu marktüblichen Konditionen vermietet, bei 1.129 wird eine ermäßigte Miete erhoben, 966 Objekte sind mietfrei. Positiv entwickelt hat sich das Eigenkapital, das in den vergangenen Jahren rückläufig war. 2025 ist es dank Wertsteigerungen bei Gold, Immobilien und Wertpapieren um 89 Millionen Euro auf 2,686 Milliarden Euro gestiegen.

Die Apsa wurde 1967 von Paul VI. gegründet und verwaltet seitdem Finanzanlagen und Immobilien des Heiligen Stuhls, vermietet Wohnungen, Büros und Geschäfte und wickelt Zahlungsverkehr und Personalverwaltung für die Kurie ab. Mit ihren Erträgen finanziert sie unter anderem die Gehälter der rund 3.000 Kurienmitarbeiter – mehrheitlich Laien –, den Betrieb der päpstlichen diplomatischen Vertretungen sowie weltweite Hilfs- und Missionsprojekte. Seit 2020 veröffentlicht die Apsa jährlich ihre Bilanz; zuvor wurden ihre Finanzen weitgehend intern gehalten. Seit Oktober 2023 leitet der Salesianerpater und Ökonom Giordano Picinotti diese Instanz.  DT/dsc

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