Köln

Woelki begrüßt Veto aus Rom zu Synodalem Rat

Das Schreiben aus Rom diene der Klärung, wie die weiteren Gespräche stattfinden können und sollen, so Woelki.
Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki
Foto: IMAGO (www.imago-images.de) | Mit dem Brief habe Rom klargestellt, dass der geplante Synodale Rat weder auf nationaler noch auf diözesaner oder pfarrlicher Ebene eingerichtet werden könne, so Woelki.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki begrüßt das Votum des Vatikans gegen die Errichtung eines Synodalen Rats. Das am Montag veröffentlichte, jedoch bereits auf den 16. Januar datierte, Schreiben aus Rom diene der Klärung, wie die weiteren Gespräche stattfinden können und sollen, so Woelki am Dienstag auf Anfrage der „Katholischen Nachrichten-Agentur“ (KNA). 

Woelki: Keine Kompetenz für Synodalen Ausschuss

Mit dem Brief habe Rom klargestellt, dass der geplante Synodale Rat weder auf nationaler noch auf diözesaner oder pfarrlicher Ebene eingerichtet werden könne und dass damit auch keine Kompetenz für einen Synodalen Ausschuss bestehe, der die Einrichtung eines solchen Rates zum Ziel hat, so der Kardinal laut KNA weiter.

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In dem Schreiben, dass die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) am Montag öffentlich gemacht hatte, stellen Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und die Kurienkardinäle Luis Ladaria und Marc Ouellet klar, „dass weder der Synodale Weg noch ein von ihm eingesetztes Organ noch eine Bischofskonferenz die Kompetenz haben, den ,Synodalen Rat’ auf nationaler, diözesaner oder pfarrlicher Ebene einzurichten“.

Der Vatikan antwortete damit auf einen Brief der Bischöfe aus Köln, Augsburg, Passau, Regensburg und Eichstätt. Darin hatten sie die Frage gestellt, ob deutsche Bischöfe zur Teilnahme an einem Synodalen Ausschuss verpflichtet seien. Dieser sollte einen Synodalen Rat für die katholische Kirche in Deutschland vorbereiten. Dem hat Rom nun einen Riegel vorgeschoben.  DT/mlu/KNA

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