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Stetter-Karp: Teilhabe und Vielfalt stärken Bischofsamt

Zentralkomitee der Deutschen Katholiken widerspricht dem Heiligen Stuhl und hält am Synodalen Ausschuss fest.
ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp will Synodalen Ausschuss
Foto: IMAGO/Jens Schulze (www.imago-images.de) | ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp will Synodalen Ausschuss.

Nach der gestrigen Stellungnahme des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischöfe Georg Bätzing, zum neuen "Stoppschild" aus Rom in Bezug auf den geplanten Synodalen Rat hat heute auch das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK) reagiert. In einer Pressemitteilung bestätigte ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp Bischof Bätzing in der Annahme, der Synodale Rat schwäche die Autorität des Bischofsamts nicht, sondern stärke sie. 

„Der Synodale Ausschuss kommt“

Dass Bätzing sich gegen diesen Vorwurf aus Rom verwehre, sei „unbedingt richtig“, befand Stetter-Karp. Kirchenrechtlich stünde es jedem frei, sich dem Synodalen Ausschuss anzuschließen, sagte sie, gab aber zu bedenken, dass die katholische Kirche in Deutschland nach den Missbrauchsfällen eine Zukunft brauche und sich neu aufstellen müsse. Durch die „Teilhabe, eine gerechte Kirche und ein klares Ja zur Vielfalt“ würde das Bischofsamt gerade gestärkt. 

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ZdK-Vizepräsident Thomas Söding fügte hinzu, es gebe zum Dialog keine Alternative. Zudem habe der Synodale Weg das Vertrauen zwischen Bischöfe und Laien wachsen lassen und „zu mutigen Schritten inspiriert, die dringend nötig waren“. Er ist sich sicher: „Der Synodale Ausschuss kommt. Und ich hoffe sehr, dass es gelingen wird, alle deutschen Bischöfe für ihn zu gewinnen.“ Er dankte alle, die sich für die Wandlungsfähigkeit der Kirche engagieren würden. Sie seien „das Rückgrat der Kirche".

Rom hat Synodalen Rat abgelehnt

Die Bischöfe aus Köln, Augsburg, Passau, Regensburg und Eichstätt hatten an Rom die Frage gestellt, ob deutsche Bischöfe zur Teilnahme an einem Synodalen Ausschuss verpflichtet seien. Dieser sollte einen Synodalen Rat für die katholische Kirche in Deutschland vorbereiten. Dem hat Rom nun einen Riegel vorgeschoben.

Weder der Synodale Weg noch ein von ihm eingesetztes Organ oder eine nationale Bischofskonferenzen seien befugt, ein solches Gremium einzurichten, heißt es in dem auf den 16. Januar datierten Schreiben aus Rom. Der Rat würde „eine neue Leitungsstruktur der Kirche in Deutschland bilden, die (...) sich über die Autorität der Bischofskonferenzen zu stellen und diese faktisch zu ersetzen scheint“.  DT/dsc

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