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Wübbe stellt Laienbeteiligung bei Bischofswahl in Aussicht

Man wolle nach Rücktritt von Bischof Bode in Richtung des Synodalen Wegs gehen, so der Übergangsleiter des Bistums Osnabrück, Johannes Wübbe.
Weihbischof Johannes Wübbe
Foto: Holger Hollemann (dpa) | Der Osnabrücker Weihbischof Johannes Wübbe will bei der Bischofsweihe auch Laien beteiligen.

Der nach dem Rücktritt des Osnabrücker Bischofs Franz-Josef Bode ernannte Diözesanadministrator für das Bistum, Weihbischof Johannes Wübbe, stellt eine Laienbeteiligung bei der Wahl eines Nachfolgers für Bode in Aussicht. „Ich habe schon mit den Mitbrüdern in Paderborn Kontakt aufgenommen, die das so umsetzen möchten“, erklärte der Übergangsleiter des Bistums am Donnerstag im Gespräch mit dem Portal „domradio.de“. Auch sonst bestehe Kontakt zu Paderborn, da Bode aus Paderborn komme. „Das Kapitel hat schon geäußert, dass wir in Richtung des Synodalen Weges gehen möchten“, so Wübbe.

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Gleichzeitig betonte Wübbe, die Papiere des Synodalen Weges „sehr genau ansehen“ zu wollen, „damit wir keine ungültige Wahl produzieren, denn damit wäre keinem geholfen“. Der 57-jährige Wübbe war in dieser Woche zum Diözesanadministrator des Bistums Osnabrück gewählt worden. Seit 13 Jahren ist er Weihbischof im Bistum.

Reformideen des Synodalen Weges voranbringen

Dankbar für das ihm entgegengebrachte Vertrauen sieht sich Wübbe mit „Verantwortung und Erwartungen“ konfrontiert, weiß sich jedoch vom Kapitel und vielen Menschen im Bistum unterstützt. Mit ihnen will er „darüber nachdenken, wie wir die Zukunft gestalten wollen und was als nächstes dran ist“. Die Gestaltungsmöglichkeiten als Administrator seien zwar beschränkt, „weil es so vom Kirchenrecht vorgegeben ist und besagt, dass nichts getan werden kann, was das Bistum wesentlich verändert“. Zugleich setze er auf Weiterentwicklung und wolle sich den Herausforderungen stellen. Die Frage sei, wie Kirche sein müsse, „die den Menschen nahe ist, die Gott nah ist, die auch gleichzeitig um ihre Herausforderungen weiß?“

Für Wübbe steht fest, dass er die Reformideen des Synodalen Weges, die auch Bischof Bode unterstützt hat, voranbringen will.  Konkret heißt das, „einen Kurs für Nicht-Kleriker anzubieten, die dann taufen können“, so Wübbe. Auch das Projekt der Predigt soll angegangen werden sowie die Segensfeiern.  Daneben steht laut Wübbe auch die Fortentwicklung von Schutzprozessen, „von Prävention über Intervention“, auf dem Programm.

Fehler im Umgang mit Missbrauch

Bischof Bode hatte am vergangenen Samstag bekanntgegeben, dass Papst Franziskus sein Rücktrittsgesuch angenommen habe. Der 72-Jährige begründete den Schritt mit eigenen Fehlern bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch, aber auch mit  seiner angeschlagenen Gesundheit. Er sehe sich nicht im Stande, den Amtsgeschäften bis zu seinem 75. Lebensjahr nachzugehen.  DT/dsc

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