Kirchensteuer

Neuer Anfang: „Die Kirche muss reich an Glaube sein, nicht reich an Geld“

Laien üben Kritik am bestehenden Kirchensteuersystem. In Zukunft muss die Finanzierung der kirchlichen Mitarbeiter enger mit der Integrität ihres Zeugnis für Christus verzahnt werden.
Geldscheine
Foto: Marijan Murat (dpa) | Die Kirchensteuer stößt auf Kritik. Die Initiative Neuer Anfang bezeichnet das Kirchensteuersystem als dysfunktional.

Die Tatsache, dass selbst 68 Prozent der Katholiken das Kirchensteuersystem nicht mehr unterstützten, hat die Initiative „Neuer Anfang“ als einen deutlichen Hinweis auf seine Dysfunktionalität bezeichnet. Die Kirche, so Initiative in ihrer Pressemeldung weiter, müsse reich an Glaube sein, nicht reich an Geld. Natürlich solle ein gläubiger Christ, fährt die Pressemeldung fort, diejenigen materiell unterstützen, die für das Reich Gottes arbeiten. 

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Starke Entfremdung 

Dass dennoch so viele Katholiken an die Abschaffung der Kirchensteuer denken, könne zwei Ursachen haben, stellt die Pressemeldung der Initiative fest: „Eine große Gruppe besteht aus inaktiven Mitgliedern dieser Organisation, die allenfalls marginal ihre Dienstleistungen in Anspruch nehmen und bloß noch nicht die monetären Folgerungen ihrer Entfremdung gezogen haben.“ 
Die andere Ursache verortet die Initiative darin, dass gläubige Menschen den Eindruck haben, dass mit ihrem Geld so manches betrieben werde, bloß nicht das „Reich Gottes“. 

Nicht die Zukunft

Die Initiative Neuer Anfang erklärt, sie stimme absolut überein mit der Einschätzung von Bischof Hanke, demzufolge die Kirchensteuer nicht die Zukunft der Kirche in Deutschland sein werde. Auf Sicht brauche man eine erneuerte Kirche, in der die materielle Absicherung kirchlicher Mitarbeiter enger verzahnt sei mit der Integrität ihres Zeugnisses für Christus und der Fruchtbarkeit ihres Dienstes an den Menschen, so die Laieninitiative abschließend. DT/pwi/PM 

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