Weltweiter Synodaler Weg

ZdK und Söding begrüßen Papst-Entscheidung

Die Verlängerung des weltweiten Synodalen Weges sei überfällig und notwendig, insbesondere für eine bessere Beteiligung des Gottesvolkes.
Synodalversammlung: Söding, Stetter-Karp und Bischof Bätzing
Foto: Sebastian Gollnow (dpa) | Die Entscheidungs von Papst Fraziskus, den weltweiten Synodalen Weg zu verlängern, sei im Sinne der Mitsprache von Laien, sagen Thomas Söding (l-r), ZdK-Chefin Irme Stetter-Karp und DBK-Vorsitzender Bischof Georg ...

Die Verlängerung der weltweiten Synode kommt gut an: Zumindest der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Georg Bätzing und das Führungs-Duo des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken (ZdK) mit Irme Stetter-Karp und Thomas Söding haben die päpstliche Entscheidung begrüßt. Alle drei sind Mitglieder des Synodenpräsidiums des Deutschen Synodalen Weges.

Beteiligung des Gottesvolkes im Fokus

In der jüngsten Stellungnahme des ZdK erklärten Stetter-Karp und Bätzing, dieses wichtige Zeichen zeige, „dass Papst Franziskus Synodalität für das entscheidende Moment hält“ und ausdrücklich die „Beteiligung des Gottesvolkes“ hervorhebe. Ein direktes Miteinander hätte man „auf dem Synodalen Weg in Deutschland als entscheidendes Moment der Veränderung erfahren“. 

Der Theologe Thomas Söding schlug in die gleiche Kerbe. In einem Interview mit Domradio vom Montag sprach er von einer veritablen "Verfassungskrise in der katholischen Kirche“ durch die „Verengung der Synodalen auf die Bischöfe“, die dringend bearbeitet werden müsse. Zudem sei der Problemdruck in der katholischen Kirche enorm, und man könne „nicht nur punktuell“ denken. Insofern sei die Entscheidung des Papstes konsequent und überfällig.

„Die eigentlichen Experten sind Laien“

Konkret nennt Söding die Laien als die „eigentlichen Experten“ auf vielen Feldern, „insbesondere, wenn es um die Verschränkung zwischen dem Glauben und dem Leben der Menschen heute geht“. Das Wichtigste sei, dass das Problem erkannt würde, sagte der Theologe und zog einen Vergleich zum Zweiten Vatikanische Konzil, als der Papst „aus seiner Einsamkeit herausgeholt und stärker in das Kollegium gestellt worden ist“. Das habe einen positiven Effekt gehabt. 

Ein positives Fazit zogen auch Irme Stetter-Karp und Bätzing. Mit der Entscheidung des Papstes sein nun möglich, „mit Ruhe und Entscheidungskraft die richtigen Schritte zu gehen“, schreiben sie in ihrer Mitteilung. Die Kirche in Deutschland wolle ihren Beitrag mit den Erfahrungen des Synodalen Weges für den weltweiten Prozess leisten.  DT/dsc

 

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